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Wie man einen notorischen Gewalttäter zum Opfer erklärt

Von der linken WoZ bis zur bürgerlichen NZZ sind sich alle einig: Am Fall Carlos tragen die Medien eine Mitschuld. Was für eine Verkennung der Tatsachen.

Da schlägt ein junger Gefangener zum wiederholten Male brutal um sich, verletzt einen Gefängniswärter, die Aufseher getrauen sich nur noch in Gruppen in seine Zelle. Doch anstatt sich um die vielen Opfer von Carlos alias Brian zu kümmern, sorgen sich die meisten Kommentatoren erst einmal um das Wohlergehen des Täters, der so ungerecht behandelt worden sei.

Die linke WoZ bis zur bürgerlichen NZZ sind sich einig: Schuld an der Gewalt-Eskalation tragen vor allem die Medien, die den Fall publik machten. Die NZZ meinte gar, man hätte den SRF-Dokumentarfilm, der die Sache ins Rollen brachte, «nie zeigen dürfen». Dass der «Blick», der nach der Ausstrahlung die Betreuung von Brian als «Sozialwahn» skandalisierte, unverantwortlich gehandelt habe, steht für viele Meinungsmacher ohnehin ausser Zweifel.

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