Was die Erzrivalen zu einem allfälligen Abstieg des FCZ sagen

Wäre die Super League ohne den Zürcher Stadtclub überhaupt denkbar? Würde gar eine gewisse Schadenfreude aufkommen? Die Antworten von GC, Basel und YB.

Sogar die Basler Fans beten für den FCZ.

Sogar die Basler Fans beten für den FCZ.

(Bild: Keystone)

Thomas Niggl@tagesanzeiger

GC-Sportchef Manuel Huber sagt, dass er in dieser Sache eigentlich keine grosse Polemik aufkommen lassen möchte. «Ich verspüre sicher keine Schadenfreude, wenn FCZ-Präsident Ancillo Canepa mit seinem Club absteigen müsste», versichert Huber.

Ein allfälliger Abstieg des FCZ habe für GC indes ökonomische und sportliche Konsequenzen. «Sportlich würden uns vier Derbys fehlen. Und bei den Heimspielen gegen den FCZ verzeichnen wir auch die grössten Zuschauereinnahmen, die dann wegfallen würden», sagt Huber. Es gebe aber auch noch eine andere Komponente. «Als einziger Zürcher Fussballclub in der höchsten Liga würden sich von der Vermarktung her sicherlich neue Perspektiven ergeben.»

«Das wäre eine Katastrophe, für uns alle»

«Ein Abstieg des FCZ wäre, gelinde gesagt, eine Katastrophe. Für uns alle», sagt Basels Sportdirektor Georg Heitz auf Anfrage unmissverständlich. «Der FCZ ist Tradition, ein Club mit Geschichte, einem enormen Potenzial und Möglichkeiten. Es darf ja nicht sein, dass dieser Verein absteigt», erklärt der Basler.

Der FCZ sei für die ganze Super League, für den Schweizer Fussball schlechthin, eine grosse Attraktion. «Die Spiele zwischen Basel und dem FCZ sind doch immer wieder ganz grosse Affichen. Und nicht zu vergessen, dass der FCZ uns auch immer viele Fans ins Stadion bringt.» Es sei eine gesunde Rivalität, die zwischen diesen beiden Vereinen bestehe. «Der FCZ würde uns allen in Basel fehlen.»

«Der FCZ ist Geschichte, der FCZ ist Tradition, der FCZ hat einen grossen Namen, der FCZ ist eine Attraktion für die Super League», sagt auch YB-Sportchef Fredy Bickel. Dieser Verein dürfe niemals absteigen. «Ich denke und hoffe es ganz fest, dass der FCZ in den beiden letzten Spielen gegen Sion und Vaduz noch die Kurve kriegt», sagt der ehemalige Sportchef des FC Zürich. «Und dann hätte die Saison für die Zürcher mit dem Cupfinal gegen Lugano doch noch eine Krönung.»

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langenthalertagblatt.ch/Newsnetz

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