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Anonyme Drohung: Polizei sicherte «Blick»-Gebäude

Bei Ringier ist am Montag eine «ernst zu nehmende Drohung» eingegangen. Die Polizei riegelte das Medienhaus ab.

«Im Hintergrund laufen die Ermittlungen auf Hochtouren»: Marco Cortesi, Medienchef der Stadtpolizei Zürich, im Interview. Video: Tamedia

Das Gebäude an der Dufourstrasse 23 im Zürcher Seefeld ist heute Montag um die Mittagszeit von Polizisten umstellt worden. Offenbar war am Vormittag beim Ringier-Medienhaus eine «ernst zu nehmende Drohung» eingetroffen, wie die Stadtpolizei Zürich schrieb. Sie habe umgehend reagiert und im betroffenen Bereich bei der Dufourstrasse «ein grösseres Sicherheitsdispositiv aufgezogen».

Das sichtbare Polizeidispositiv ist inzwischen abgebaut worden. Foto: Urs Jaudas
Das sichtbare Polizeidispositiv ist inzwischen abgebaut worden. Foto: Urs Jaudas

Die Sicherheitsmassnahmen dauerten am späteren Nachmittag an. Inzwischen ist aber das sichtbare Polizeidispositiv abgebaut worden, wie ein Polizeisprecher bestätigt. Von den sechs Kastenwagen mit uniformierten und sichtbar bewaffneten Polizisten ist keines mehr da. Die Polizei ist aber weiterhin präsent, so der Sprecher.

Weitergehende Informationen zur Drohung wurden aus polizeitaktischen Gründen nicht gemacht. Auch bei Ringier nahm auf Anfrage niemand Stellung zum laufenden Polizeieinsatz und verwies auf die Informationen der Polizei.

Gemäss einem Bericht der «Aargauer Zeitung» stand im anonymen Schreiben, das mit «Blutbad bei ‹Blick Redaktion›» übertitelt war: «CharlieHebdo 2015 wird im Vergleich wie ein Lausbubenstreich aussehen.» Das Schreiben sei am Montag bei Ringier in Zürich und bei CH Media in Aarau eingegangen. Auch in Aarau ist die Kantonspolizei zum Schutz der Redaktionen ausgerückt, obwohl die Drohung nicht in erster Linie gegen die AZ gerichtet gewesen sei.

«Charlie Hebdo» ist eine französische Satirezeitschrift. Bei einem Terroranschlag auf das Redaktionsbüro in Paris sind am 7. Januar 2015 zwölf Menschen ums Leben gekommen.

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