Muss Sadiku doch gegen den FCZ spielen?

Eine komische Aussage der FCZ-Leihgabe des FC Vaduz wirft im Abstiegskampf brennende Fragen auf. Die Antworten darauf.

Armando Sadiku will den FCZ-Fans offenbar nicht weh tun.

Armando Sadiku will den FCZ-Fans offenbar nicht weh tun. Bild: Keystone

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Der FC Vaduz hat sich mit dem 0:0 gegen Lugano den Ligaerhalt gesichert. Nach dem Spiel erklärte Torjäger Armando Sadiku, dass er am Mittwoch gegen den Tabellenletzten FC Zürich, notabene sein Besitzer, im letzten Saisonspiel nicht spielen wolle. «Ich will und werde nicht spielen. Es ist einfach zu gefährlich, und es steht zu viel auf dem Spiel. Ich werde den FCZ nicht abschiessen. Ich werde in die albanische Nati einrücken», erklärte der Stürmer gegenüber dem «Blick».

Mit «zu gefährlich» meinte er auch eine Fussverletzung, an der er angeblich schon seit Wochen laboriert, aber trotzdem auch gegen Lugano über die volle 90-Minuten-Dauer spielen konnte.

«Nicht auf die Goldwaage legen»

«Sadiku war nach dem Spiel noch ziemlich aufgewühlt», sagt Vaduz-Sportchef Bernt Haas. Ein Spieler von Lugano hätte sich während des Spiels schwer verletzt, und Sadiku selbst habe einen Elfmeter verschossen. «Das war eine Aussage, die Sadiku in den ersten Emotionen von sich gegeben hat. Deshalb sollte man sie auch nicht auf die Goldwaage legen», fährt Haas fort.

Grundsätzlich sei es die Aufgabe des Trainers, die Aufstellung, die er auch verantworten müsse, zu machen. «Wir wollen auch in Zürich am Mittwoch die bestmögliche Aufstellung aufbieten», sagt Haas, räumt aber sogleich auch ein: «Sadiku laboriert tatsächlich schon seit Wochen an einer Fussverletzung. Er hat auch gegen Lugano mit Schmerzen gespielt. Wir werden sehen, wie sich das bis Mittwoch bei Sadiku und anderen Spielern entwickelt, die ebenfalls schon seit längerer Zeit Probleme haben.»

«Es geht auch um die Fairness gegenüber Lugano»

Dino Lamberti, Chef der Fairplay Agency in Zürich, ist der Berater von Armando Sadiku. «Er ist bis zum Saisonende beim FC Vaduz unter Vertrag und verpflichtet, bis zur letzten Minute alles für diesen Club zu investieren», sagt Lamberti. Es gehe schliesslich auch um Fairness gegenüber dem FC Lugano.

Lamberti hat nach dem 0:0 des FC Vaduz gegen Lugano mit Sadiku gesprochen. Natürlich sei er in einer heiklen Situation. «Er war enttäuscht, weil er den Penalty nicht verwerten konnte. Armando war frustriert, weil er dem FCZ nicht helfen konnte. Denn hätte er getroffen, wäre der FCZ jetzt in einer besseren Ausgangslage.»

Erstellt: 24.05.2016, 15:20 Uhr

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