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Die Verschwyzerung der Schweiz

Je mehr die Welt verschmilzt, desto mehr beginnen die Schweizer und Schweizerinnen, wie echte Villenbewohner zu denken.

Innerhalb Europas ist die Schweiz in etwa dasselbe wie Schwyz, das Steuer- und Millionärsparadies, innerhalb der Schweiz. Im Bild Wollerau SZ. Foto: Keystone
Innerhalb Europas ist die Schweiz in etwa dasselbe wie Schwyz, das Steuer- und Millionärsparadies, innerhalb der Schweiz. Im Bild Wollerau SZ. Foto: Keystone

Zäh und scheinbar unaufhaltsam wie ein durchfeuchteter Hang im grasigen Voralpenland rutscht die Schweizer Politiklandschaft seit 20 Jahren zentimeterweise Richtung rechts. Zwar gab es in den 1990er-Jahren eine Zeit, da hemmte ein erstarkender rot-grüner Pol diese Bewegung. Von Polarisierung war die Rede. Und polarisiert wird bis heute. Doch was die Wählerstärke betrifft, wächst seit Beginn des neuen Jahrhunderts nur noch einer der beiden Pole – und zwar der rechte. Seit dem Wahlsonntag wissen wir: Auch die neue und nun schon alte Mitte kommt offenbar nicht gegen diese politische Schwerkraft an. Wie ist es möglich, dass in der Schweiz das national-konservative Lager über eine ganze politische Generation hinweg fast nur zulegen konnte? Was lässt den Untergrund zum Rutschen bringen? Es sind Wirkkräfte an der Basis der Gesellschaft, die ganz unabhängig von Parteigrössen, Werbemillionen und Medienkampagnen diese Entwicklung fast unvermeidlich machen.

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