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Die Schweiz lichtet ihr dichtes Aussennetz

Das EDA will erstmals seit 20 Jahren eine Botschaft schliessen. Das Unverständnis ist gross.

Von Janine Hosp
Wird wohl bald nicht mehr benötigt: Das Botschaftsgebäude in Paraguays Hauptstadt Asunción.
Wird wohl bald nicht mehr benötigt: Das Botschaftsgebäude in Paraguays Hauptstadt Asunción.
EDA

Es wäre die erste Botschaft seit 1996, die geschlossen wird: Setzt Bundesrat Didier Burkhalter seine Sparpläne durch, bedeutet dies das Ende für die Vertretung in Paraguay. Die Konsularabteilung wurde bereits 2012 nach Buenos Aires verlegt, nun soll auch der verbliebene Botschafter abgezogen werden. Das Unverständnis ist gross. «Die Schweiz, die nicht in der EU eingebunden ist, muss selber ein dichtes bilaterales Netz aufrechterhalten», sagt Walter Suter, 1989 bis 1995 Chef der Vertretung. Sie solle sich nicht nur um Konflikte kümmern, sondern auch um ihre Freunde. Gerade in der UNO sei sie auf deren Stimmen angewiesen, und Paraguay koste sie nicht viel. Auch die Aussenpolitische Kommission sprach sich gegen die Schliessung aus – nicht zuletzt auf Betreiben ihres Vizepräsidenten, SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel. Er hat schon das Aus der Botschaft in Guatemala verhindert.

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