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Aus Handwerk machte er Magie

Vor zwei Jahren zog sich der Schauspieler Daniel Day-Lewis aus dem Filmgeschäft zurück. Eine Retrospektive im Xenix zeigt, wieso das ein Jammer ist.

Als gewissenloser Ölbaron: Daniel Day-Lewis in «There Will Be Blood».
Als gewissenloser Ölbaron: Daniel Day-Lewis in «There Will Be Blood».

Zweifellos wäre Daniel Day-Lewis ein hervorragender Schuster geworden. An Demut, Geduld und Sorgfalt hätte es ihm nicht gefehlt. Seine Schuhe hätten sich durch Anmut und Eleganz ausgezeichnet. Und wenn es der Stil erforderte, wären die Nähte sichtbar gewesen.

Ende der Neunziger hatte Day-Lewis die Filmwelt mit der Ankün­digung schockiert, fortan bei einem italienischen Schuhmacher in die Lehre zu gehen. Welches Kinoglück, dass der Schauspieler zu seinen Leisten zurückkehrte. Denn in seinem eigentlichen Metier hat er jene Könnerschaft erlangt, die Handwerk in Magie überführt. Seine Methode der Vertiefung ist legendär; dieser Darsteller scheint seine Rollen zu leben.

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