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Interview mit Lukas Bärfuss«Die vielen Toten sind eine Folge des Mangels an Demut und Selbstkritik»

Ob Corona, Freihandel oder die Medienkrise – der Autor Lukas Bärfuss kritisiert die Schweiz, bis die Sirenen heulen. Reue zeigt er nur bei einem Thema.

«Durch die Konfrontation mit der Wirklichkeit merkt man, dass man sie verändern kann», sagt Lukas Bärfuss.
«Durch die Konfrontation mit der Wirklichkeit merkt man, dass man sie verändern kann», sagt Lukas Bärfuss.
Foto: Franziska Rothenbühler

Sie sind merkwürdig still in der zweiten Corona-Welle. Warum hören wir weniger von Ihnen?

Seit März 2020 habe ich mehr als ein halbes Dutzend Artikel zur Pandemie veröffentlicht, den letzten erst vor zwei Wochen in der «Süddeutschen Zeitung». Allerdings hat kein Artikel eine so grosse Resonanz gefunden wie jener, der letzten März im deutschen Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» unter dem Titel «Das Kapital hat nichts zu befürchten, der Mensch schon» erschienen ist. Ich stehe schon einige Zeit in der Öffentlichkeit. Mit der Aggression, die dieser Artikel ausgelöst hat, war ich selten konfrontiert.

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