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Interview mit Anästhesist«Die Patienten müssen das Atmen danach erst wieder richtig trainieren»

Viele Covid-Patienten leiden unter Atemnot und akutem Sauerstoffmangel. Luzius Steiner erklärt, wie sie auf der Intensivstation kontrolliert beatmet werden müssen und warum es danach oft noch einen Luftröhrenschnitt braucht.

Ärzte und Pflegepersonal kümmern sich im Kantonsspital Baselland um einen schwer kranken Covid-19-Patienten, der künstlich beatmet werden muss.
Ärzte und Pflegepersonal kümmern sich im Kantonsspital Baselland um einen schwer kranken Covid-19-Patienten, der künstlich beatmet werden muss.
Foto: PD / Alex Kühni

In Basel ist die Zahl der neu mit Sars-CoV-2 Infizierten Mitte November auf einmal stark gestiegen. Gibt es am Universitätsspital Basel aktuell noch genug Platz und Intensivbetten für Covid-19-Patienten?

Im Haus haben wir rund 60 Covid-Patienten, ein Drittel davon auf der Intensivstation. Weil wir unser OP-Programm seit Anfang November deutlich reduzierten, hatten wir dort in den vergangenen Tagen jeweils zwischen drei und sechs freie Betten, von denen aber einige in der Regel für dringende Operationen wie etwa für Herzkranke oder Tumorpatienten reserviert sind. In der jetzigen Situation müssen wir alle sehr flexibel sein, obwohl wir am Unispital eigentlich lieber im Voraus planen. Momentan arbeitet etwa jeder Dritte von unserem Anästhesie-Personal auf der Intensivstation, weil sie sich gut mit den Beatmungsgeräten auskennen. Denn unsere Anästhesiemaschinen funktionieren sehr ähnlich, sind aber nicht auf einen Dauerbetrieb von mehreren Tagen oder Wochen eingestellt, wie es bei der Behandlung von Covid-19 oft erforderlich ist.

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