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Corona im AltersheimDie Mehrheit der Angestellten in Altersheimen will sich nicht impfen lassen

Mehr als die Hälfte der fast 9000 Corona-Opfer starb in Altersheimen. Während die Bewohner sich jetzt fleissig impfen lassen, sperren sich rund zwei Drittel der Pflegenden. Warum bloss?

Pflegefachfrau Ingrid Vogel und Geschäftsleiter Josef Villiger vor dem Alterswohnheim in Muri: «Impfen, damit wir aus dieser Pandemie endlich rauskommen.»
Pflegefachfrau Ingrid Vogel und Geschäftsleiter Josef Villiger vor dem Alterswohnheim in Muri: «Impfen, damit wir aus dieser Pandemie endlich rauskommen.»
Foto: Dominique Meienberg

«Ich habe mich letzte Woche impfen lassen», sagt die Pflegefachfrau Ingrid Vogel. Sie arbeitet im Alterswohnheim St. Martin in Muri im Kanton Aargau. Sie hat zuvor 19 Jahre im Spital gearbeitet. Sie weiss, was es heisst, auf der Intensivstation zu landen. «Da will ich nicht hin. Zudem möchte ich etwas beitragen dazu, dass wir aus dieser Pandemie endlich wieder rauskommen», sagt sie. Mit dieser Haltung gehört sie aber zu einer Minderheit.

Angestellte in medizinischen Berufen sind mehrheitlich impfkritisch eingestellt. Diskussionen gab es deswegen bereits bei den alljährlichen Grippeimpfungen, wo bis jetzt die Impfquote bei rund 25 Prozent stagniert. Doch angesichts der Corona-Pandemie gingen Spezialisten davon aus, dass die Impfskeptiker unter den Pflegenden in der Minderheit sein werden. In der Pandemie sind bereits fast 9000 Menschen gestorben, mehr als die Hälfte von ihnen in Alters- und Pflegeheimen.

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