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Folgen von CoronaDie grosse Angst vor der Steuerrechnung

Die Pandemie brachte viele Menschen um ihr Einkommen. Trotzdem müssen sie Steuern zahlen. Experten rechnen mit einem Anstieg der Schulden.

Ein Frau füllt ihre Steuererklärung aus.
Ein Frau füllt ihre Steuererklärung aus.
Foto: Keystone

Schon als junger Erwachsener war Herr G. mit administrativen Tätigkeiten überfordert. Die Steuererklärung landet über viele Jahre im Altpapier. Jedes Jahr wird er durch das Steueramt mit einem fiktiven, zu hohen, dazu noch steigenden Einkommen eingeschätzt. Als G. schliesslich professionelle Hilfe sucht, belaufen sich seine Steuerschulden auf 63000 Franken, angehäuft über einen Zeitraum von zwölf Jahren.

Es ist dies ein typischer Fall eines Steuerschuldners, wie ihn Katharina Blessing von der Zürcher Schuldenberatung erlebt hat. Von ihren Klienten hätten rund 80 Prozent Steuerschulden, sagt Max Klemenz, Co-Geschäftsleiter der Beratungsstelle. Überraschen kann das kaum: Die Steuerrechnung bedeutet für die meisten Menschen die höchste Einzelausgabe im Jahr. Und auch wer seine Steuererklärung alljährlich pflichtgetreu ausfüllt, dem fällt es nicht immer leicht, den verlangten vier- oder fünfstelligen Betrag aufzuwerfen. Das gilt vor allem dann, wenn das Einkommen notorisch knapp ist.

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