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Knall bei den SCL TigersChris DiDomenico muss Langnau per sofort verlassen

Weil er sich zum wiederholten Mal daneben benommen hat, trennt sich der Club vom Kanadier. «Es ist die einzige Lösung», sagt Sportchef Marco Bayer.

Ausgejubelt: Chris DiDomenico ist in Langnau Geschichte. Es ist ein Ende mit Schrecken.
Ausgejubelt: Chris DiDomenico ist in Langnau Geschichte. Es ist ein Ende mit Schrecken.
Foto: Raphael Moser

Im Moment läuft es so: Man steht am Morgen auf, und wartet auf eine spektakuläre Meldung aus Langnau. Kaum ein Tag vergeht, an welchem nichts Aufregendes passiert rund um die SCL Tigers. Der neuste Vorfall: Im Training vom Donnerstag drückte bei Chris DiDomenico wieder einmal das (grosse) Kind im Mann durch. Er benahm sich schlecht, foutierte sich um die Anweisungen von Trainer Heinz Ehlers, geriet mit dem Dänen aneinander und wurde letztlich in die Garderobe geschickt.

Es war nicht das erste Mal, dass sich DiDomenico unangemessen verhielt. Vor Weihnachten etwa hatte der Kanadier den Coach im Spiel gegen Servette mit Fluchwörtern eingedeckt, weil der Trainer ihn einen Penalty nicht hatte schiessen lassen. Das Tischtuch zwischen den beiden ist längst zerschnitten, auch mit Sportchef Marco Bayer versteht sich der einstige Leitwolf nicht mehr.

Das unwürdige Ende hat sich abgezeichnet

DiDomenico, der auf die kommende Saison hin nach Freiburg wechseln wird, muss den Club nun per sofort verlassen. Das Fass ist definitiv überlaufen. Der gezogene Schlussstrich ist der einzig richtige Weg, DiDomenicos Verdienste hin oder her. Von seinem Gebaren könnten sich andere Akteure anstecken lassen, und ausscheren liegt in der jetzigen Phase der Saison nicht drin. Sollte in den nächsten Wochen tatsächlich wieder gespielt werden, müssen die Tigers als Einheit auftreten, wollen sie im Kampf gegen den Abstieg bestehen. Die Entscheidung zur sofortigen Trennung sei nicht leicht gewesen, meint Bayer, «aber nach einer internen Analyse sehen wir keine andere Lösung».

DiDomenico soll in letzter Zeit nicht immer im Sinne des Clubs gehandelt haben. Festzuhalten bleibt, dass ihm die Verantwortlichen viel zu lange viel zu viel durchgehen liessen. Das unwürdige Ende einer einstigen Liebschaft hat sich abgezeichnet.