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EishockeyDer SC Langenthal hat drei Matchpucks

Im Playoff der Swiss League haben die Oberaargauer den EHC Olten 4:1 bezwungen und brauchen nur noch einen Sieg für die Halbfinal-Qualifikation.

Die Spieler des SC Langenthal jubeln, während Oltens Goalie Silas Matthys bedient ist.
Die Spieler des SC Langenthal jubeln, während Oltens Goalie Silas Matthys bedient ist.
Marcel Bieri

«Wir sind der Underdog», sagte SCL-Trainer Jeff Campbell vor der Serie. Die Erwartungen an den amtierenden Meister waren im Vorfeld aufgrund des Umbruchs gering. Manche Fans rechneten mit einem 0:4 oder 1:4 in der Serie. Vier Spieltage sind nun in der Serie verstrichen und der selbsterklärte «Underdog» verfügt über nicht weniger als drei Matchpucks. Bereits morgen Freitag in Olten kann der SC Langenthal den Qualifikationsdritten EHC Olten – der bis am letzten Spieltag um das Vorrücken auf Rang 2 kämpfte – in die Ferien schicken.

Rüegsegger trifft doppelt

Der SC Langenthal hatte die 0:7-Pleite aus dem dritten Spiel gut weggesteckt und überzeugte mit einer hohen Passgenauigkeit, einer forschen Abwehrleistung sowie Zweikampfstärke. Auch war der Auftritt der Special-Teams ungleich besser als beim Duell in Olten. Als der SCL diesmal mit einem Mann weniger antreten musste, konnte ein Rückstand verhindert werden. Und als kurz darauf Langenthal ein Power-Play zugesprochen wurde, konnte dieses gleich verwertet werden: Nach einer zügigen Passfolge traf SCL-Tigers-Leihgabe Stefan Rüegsegger zur 1:0-Führung. SCL-Trainer Jeff Campbell: «Es war wichtig, dass wir einen guten Start erwischten. Ein 0:7 war einfacher zu verarbeiten, als wenn man 1:2 verliert. Denn dann ist es emotionsloser, denn dann ist klar, dass man nicht das Team ist, das man sein wollte und man springt zurück auf das Pferd.»

Rüegsegger gelang auch das 2:0, während der EHCO Spalier stand, indem er die Linien wechselte, während SCL-Verteidiger Hans Pienitz auf den nach vorne eilenden Rüegsegger passte, der ungehindert durch die gegnerische Zone fahren und zum 2:0 einschiessen konnte. «Der Start war sehr entscheidend, bisher waren wir in jedem Spiel in dieser Serie in Rückstand geraten», bilanziert Stefan Rüegsegger. «Wir wussten, dass es nicht so weitergehen kann, wie im letzten Spiel, wir gaben ihren Topspielern damals zu viel Raum.» Zwar gelang dem EHC Olten noch im Startdrittel der Anschluss: Ex-SCL-Stürmer Lukas Haas eroberte die Scheibe nach einem Tumult hinter dem Langenthaler Tor, passte die Scheibe vor das Gehäuse, von wo aus Michael Rudolf auf 1:2 verkürzte.

Vorsprung verteidigt

SCL-Verteidiger Mika Henauer: «Wir erzielten die Tore in den beiden ersten Dritteln und liessen dann nicht mehr viel zu. Wir wussten, dass das ein 0:7 in den Playoffs nicht mehr bedeutet als ein 0:1 – wir wussten, dass wir in der Lage sind, daheim das 3:1 in der Serie zu schaffen.» Zwar rannte die Mannschaft aus der Dreitannenstadt lange an, doch dann konnte SCL-Captain Stefan Tschannen das wegweisende 3:1 erzielen: Dario Kummer passte direkt an Goalie Mathys vorbei auf Tschannen, der die Scheibe nur noch ins leere Gehäuse «hineinwischen» musste. Nun will Langenthal morgen Freitag in Olten gleich den ersten von drei Matchpucks nutzen.