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Analyse zur Lage des ClubsUm die grosse SCB-Krise zu meistern, braucht es mehr als «Jesus Chris»

Das Ansehen des SC Bern hat gelitten. Und um Sportchefin Florence Schelling häufen sich die negativen Stimmen. Beim einstigen Krösus steht viel auf dem Spiel.

Ein Spieler, ein Sinnbild: Bern ist am Boden.
Ein Spieler, ein Sinnbild: Bern ist am Boden.
Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Es ist so weit: Bern braucht Beistand von oben. «Jesus Chris» solls richten. Halleluja!

Noch ist es nicht fix, sind Aufgabenbereiche und finanzielle Fragen nicht geklärt. Aber die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass Chris McSorley zum taumelnden Titanen stösst. Der Kanadier – in Genf nennen sie ihn liebevoll «Jesus Chris» – soll zum Heilsbringer werden und den SC Bern aus der Krise führen. Eine Krise, die auch, aber bei weitem nicht nur Corona geschuldet ist.

Es ist ein Irrglaube, zu denken, McSorley allein werde es richten. Aber die Annahme passt zu einem Club, der den Anschluss verloren hat, der den Ansprüchen nicht mehr genügt – und der samt seinem Umfeld das Scheitern gerne an Personen festmacht, statt Struktur und Strategie zu hinterfragen. Es ist einfacher, den Schlamassel zu personifizieren, wahlweise mit dem sturen Jalonen, dem unfähigen Chatelain, dem allmächtigen Lüthi, der überforderten Schelling.

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