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Interview mit der Chefin der Bundespolizei «Der jihadistische Terror zielt auch auf die Schweiz»

Nach dem Messerangriff von Lugano warnt die Fedpol-Direktorin Nicoletta della Valle vor weiteren Taten – nicht nur von Islamisten, sondern auch von Rechtsextremen.

«Ich sagte immer: Jeder Tag, an dem nichts passiert in der Schweiz, ist ein gewonnener Tag, um uns besser aufzustellen»: Fedpol-Direktorin Nicoletta della Valle.
«Ich sagte immer: Jeder Tag, an dem nichts passiert in der Schweiz, ist ein gewonnener Tag, um uns besser aufzustellen»: Fedpol-Direktorin Nicoletta della Valle.
Foto: Marco Zanoni

Wer zu Nicoletta della Valle im neuen Verwaltungszentrum am Berner Guisanplatz will, muss sich zweimal ausweisen und drei Sicherheitsschleusen passieren. Als die Fedpol-Chefin ihren Posten vor sechs Jahren antrat, reichte eine Kontrolle. Seither ist viel passiert. Der islamistische Terror hat die Nachbarländer erreicht – und nun auch die Schweiz.

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie am Dienstag von der Messerattacke
im Manor in Lugano hörten?

Ich wurde bereits fünf Minuten nach dem Angriff von der Tessiner Polizei informiert. Mein erster Gedanke: Jetzt tritt ein, was wir immer befürchteten und was der Nachrichtendienst vorhergesagt hat. Es ist etwas Ähnliches passiert wie jüngst in Frankreich und Deutschland: eine Attacke mit wenig Mitteln, mit Alltagsgegenständen.

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