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Kommentar zu neuen Corona-Massnahmen Der Entscheid der Berner Regierung ist unverhältnismässig

Das Verbot von Grossveranstaltungen durch Regierungsrat Pierre Alain Schnegg ist eine Panikreaktion. Statt der Brechstange brauchts Besonnenheit und ein verstärktes Contact-Tracing.

Es sah doch alles so gut aus, noch zu Monatsbeginn. Das Virus schien im Griff, die Fallzahlen stiegen nur moderat. Jetzt ist die Pandemie mit voller Wucht zurück. Es gibt plötzlich deutlich mehr Infizierte, und die kalte Jahreszeit, die Virensaison schlechthin, steht erst bevor. Die Experten reden von einem Schock, das Lockdown-Gespenst geht bereits wieder um.

Und was tut der Kanton Bern? Er verfällt in Hyperaktivismus. Kaum war die Pressekonferenz des Bundesrats am Sonntagabend vorbei, teilte der Berner Regierungsrat Pierre Alain Schnegg mit, dass Grossanlässe und Sportanlässe mit über 1000 Personen im Kanton wieder verboten sind. Es ist völlig richtig, dass die Kompetenz im Kampf gegen Corona bei den Kantonen liegt, das Gesundheitswesen ist kantonale Souveränität. Aber Schnegg geht mit dem Verbot zu weit, er hat unnötigerweise auf den Panikknopf gedrückt.

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