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LeserreaktionenDemos sind verboten, basta!

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Die Berner Kantonspolizei erstickte die Demo am 1. Mai im Keim.
Die Berner Kantonspolizei erstickte die Demo am 1. Mai im Keim.
Raphael Moser

Zu «Pistenchef nach tödlichem Skiumfall in Adelboden verurteilt»

Piste war klar markiert und hatte kaum Gefälle

Der Todesfall des Mädchens stimmt auch mich traurig. Ich war Augenzeuge bei der Rettungsaktion. Seit mehr als fünfzig Jahren fahre ich in Adelboden Ski. Nie hätte ich gesehen, dass an besagter Stelle jemand die Piste verlassen hätte. Die Piste war an dieser Stelle klar markiert, zudem hat es dort wenig Gefälle, man würde einen Stillstand riskieren. Ich hoffe, dass die Richterin, welche den für mich unverständlichen Entscheid getroffen hat, vor Ort war und sich die örtlichen Gegebenheiten verinnerlichte. Vom unabhängigen internationalen Skiareatest-Team wurden die Bergbahnen Adelboden aktuell unter anderem mit der Sicherheitstrophy sowie mit dem Pistengütesiegel «TripleGold» ausgezeichnet. Die Piste wurde vom Pistenchef mit gesundem Menschenverstand gesichert. Offensichtlich wissen nicht mehr alle, was Eigenverantwortung bedeutet. Ich gehe davon aus, dass die Trauer bei den Eltern und Geschwistern wegen des vielen Geldes nicht kleiner wird. Erich Sarbach, Hondrich

Zu «Nulltoleranz bei Demos erntet Kritik»

Demo-Teilnehmer solle bezahlen

Haben wir jetzt wirklich nichts anderes zu tun, als der Polizei erneut in den Rücken zu fallen? Es herrscht ein Demonstrationsverbot, und dieses ist einzuhalten, basta! Dass man sogar noch die Kinder an die Demos mitnimmt, ist jenseits von Gut und Böse. Auch können wir auf einen Professor ausBasel verzichten, der meint, Kritik anbringen zu müssen. Wie wäre es, Selbstverantwortung zu übernehmen und mitzuhelfen, die momentane Situation zu meistern? Dies würde mir bedeutend mehr Eindruck machen. Ich hoffe nur, dass die Teilnehmer für die Kosten geradestehen müssen, die für den Steuerzahlern wieder entstanden sind. Elisabeth Käser, Zollikofen

Grundrechte gehen verloren

Es gab einmal eine Zeit, da durfte man verschiedener Meinung sein, und die Zeitungen liessen beide Seiten mehr oder weniger gerecht zu Wort kommen. Wir konnten darauf vertrauen, dass sich jeder Bürger eine eigene Meinung bilden und diese auch äussern darf. Heute sind diese wichtigen demokratischen Gesetzte ebenso verloren gegangen wie die Grundrechte. Diese Zeitung schreibt: «Die Teilnehmer der Kundgebung kritisieren den Lockdown-Kurs des Bundesrates.» Dies stimmt nicht. Wir kritisierten vor allem die Aushebelung der Grundrechte: «Die Versammlungsfreiheit istgewährleistet» (Bundesverfassung, Art. 22/1); «Wer die Bevölkerung durch Androhen einer Gefahr für Leib und Leben in Schrecken versetzt, wird mit Freiheitsstrafe (...) bestraft» (Strafgesetzbuch Art. 258); «Staatliches Handeln muss im öffentlichen Interesse liegen und verhältnismässig sein» (Bundesverfassung, 5/2). Elsi Reimann, Bärau

Zu «Und wieder ruft das potente Zürich nach dem Staat»

Zitat des Tages

«Wenn die neoliberal gesinnten Ökonomen ins Taumeln geraten, zeige sie ihre wahre Mentalität.»

Johannes Schüpbach, Münsingen

Kommen grosse Firmen nicht selber klar?

Jedes grosse Unternehmen sollte mit seinem Finanzhaushalt allein klarkommen. Die Firmen haben ja in den letzten Jahren genügend Gewinne gemacht. Auch für die grossen Unternehmen gilt das Risiko, beim Volk nicht mehr gefragt zu sein. Auch sie sollten schwierige Zeiten berücksichtigen und dringend umdenken. Besser wäre es, den Aktionären weniger Dividende und den Verwaltungsräten weniger Boni auszuzahlen. Martin Fischer, Worb

Die Verluste dem Staat

Es ist schwer verständlich, wie wieder Bundesmilliarden in die Wirtschaftsmetropole fliesen sollen. Das Wirtschaftskraftzentrum braucht wieder einmal einen Rettungsschirm, damit die Lufthansa-Tochter nicht amBoden bleibt. Wenn diese neoliberal gesinnten Ökonomen ins Taumeln geraten, zeigen sie ihre wahre Mentalität: «Die Gewinne dem Unternehmen und die Verluste dem Staat.» Die Wirtschaftswünsche erfüllen unter anderem wieder den Zweck der Massenfliegerei zu sinkenden Preisen. Auf Dauer ist ein solches System zum Scheitern verurteilt. Johannes Schüpbach, Münsingen