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Berührend, irritierend, schönDas sind die besten Gurtenfestival-Bilder unseres Foto-Teams

Im Moment leben und den Alltag hinter sich lassen: Auch deshalb lieben so viele Menschen das Gurtenfestival. Küssendes Paar vor der Zeltbühne.
Im Rampenlicht und einfach nur dankbar, wieder auf der Bühne stehen zu dürfen: Das Lebensgefühl von Stereo Luchs wirkte ansteckend auf das Publikum.
Ob hier das geflügelte Wort «Gurtenmoment» passt? Die Berner Rap-Legenden von der Chlyklass stimmten just in jenem Moment den YB-Einlaufsong «Hie» an, als die Fussballer tatsächlich einige Kilometer weiter entfernt im Wankdorfstadion zum Saisonauftakt gegen den FC Zürich antraten. Und plötzlich fühlten sich alle euphorisch, ausgelassen und irgendwie verbunden.
Es ist ein Fakt: Wer sein Zelt in der Sleeping Zone aufstellt, muss in Schräglage schlafen und ohne Schatten auskommen. Und die Vorteile? Nun: Als Erste auf dem Gelände sein, kein mühseliges Anstehen an der Gurtenbahn – und eine schlicht wundervolle Aussicht auf die Oberländer Alpen.
Nackte Frauenhintern spielten am diesjährigen Gurtenfestival eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Das zur Schau stellen von intimen Körperteilen ist ein fester Bestandteil der Show von US-Rapperin Megan Thee Stallion. Dazu schmettert sie dem Publikum ihre Texte an den Kopf, in denen sie zum Grossteil ihre Lust auf Sex thematisiert und dies als weibliche Selbstermächtigung feiert.
Was bloss wollte er mit diesem analogen Drehscheiben-Telefon? Einen richtigen Anruf jedenfalls kann der Thuner King Pepe während seines Konzerts nicht erhalten haben. Für Geräte dieser Art ist das Telefonnetz längst viel zu modern.
Diese vier jungen Frauen schienen das ausgelassene Tanzen und Feiern nach drei Jahren Gurtenfestival-Zwangspause gleich doppelt und dreifach zu geniessen.
Solider Schnauz, Frisur on point: Parcels-Sänger und Gitarrist Jules Crommelin aus Byron Bay, Australien, wurde dem Anschein nach zum stylistischen Vorbild vieler männlicher Festivalgänger.
Noch im Januar dieses Jahres schien ein solches Szenario pandemiebedingt undenkbar: Dicht gedrängte Menschenmenge vor der Hauptbühne während des Konzerts der Black Eyed Peas.
Das war wirklich magisch: Vor ihrem Konzert kannten wohl die Wenigsten jene beiden französisch-kubanischen Zwillingsschwestern, die sich Ibeyi nennen. Doch der Funke sprang schnell über, und das Publikum liess sich von der Musik und vom Gesang der beiden Frauen berühren und begeistern.
Tagsüber war es wettermässig an allen vier Festivaltagen drückend heiss. Aber abends, wenn sich das Gelände langsam abkühlte, trug das weiche Licht der bereits untergegangenen Sonne in Kombination mit den zahlreichen aufgehängten Lichterketten einen wesentlichen Teil zu einem kollektiven Hochgefühl bei.
Silhouetten im Gegenlicht ihrer eigenen Bühnenscheinwerfer: Das Konzert der belgischen Indie-Rock-Band Balthazar auf der Zeltbühne zählte aber nicht nur visuell, sondern vor allem auch musikalisch zu den Höhepunkten des Festivals.
Sie kam 15 Minuten zu spät und spielte lediglich vier Songs, dann war sie auch schon wieder weg. Während jener kurzen Zeit aber, als die nigerianische Künstlerin Ayra Starr auf der Zeltbühne stand, war sie energiegeladen, einnehmend, faszinierend.
Wenn es nicht auf Instagram ist, hat es nicht stattgefunden: Dies scheint bei einem wesentlichen Teil des Gurtenpublikums als Grundsatz bei schönen, speziellen Momenten zu gelten. Fans während des Konzerts von Anitta.
Bei dieser Show war die Musik nicht immer die Hauptsache: Anitta ist in Brasilien eine riesengrosse Nummer und kam mit dem erklärten Ziel auf den Gurten, auch in Westeuropa eine höhere Bekanntheit zu erlangen.
An diesem Anblick kann man sich nur schwer satt sehen: Die Zeltbühne, mit Lichterketten überzogen, dahinter das Farbenspiel der einbrechenden Nacht. Einfach wunderschön.
Rette sich in den Schatten, wer kann: Während der heissen Nachmittagsstunden wurde auf dem Gelände nicht selten jedes einzelne verfügbare Schattenplätzchen konsequent ausgenutzt.
Rührende Szene während des Konzerts von Ilira aus Brienz: Die Mutter der Sängerin mit kosovo-albanischen Wurzeln war ob des Auftritts ihrer Tochter auf der Waldbühne so gerührt, dass sie ein paar Tränen verdrückte.
Bei der Abschluss-Show der Chemical Brothers auf der Hauptbühne hätte einem Angst und bange werden können ob des brachialen Sounds, der unheimlichen Gestalten, die da über die Leinwände huschten, und des Blitzlichtgewitters, das die beiden Engländer gnadenlos auf das Publikum losliessen. Zum Glück gab da jemand aus der Menge mit einem kleinen, farbigen, niedlichen Einhorn Gegensteuer.