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Leserreaktionen«Das Resultat sind Konkurse, die uns über Jahre belasten werden»

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem zum verlängerten Gastro-Lockdown und dessen Folgen.

Wo in Bern sonst Menschen sitzen, essen und trinken, sind derzeit Stühle und Tische aneinander gekettet.
Wo in Bern sonst Menschen sitzen, essen und trinken, sind derzeit Stühle und Tische aneinander gekettet.
Foto: Christian Pfander

Zu «Die Nervenstarke»

Ende Jahr hat die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern bekannt gegeben, dass der Veterinärdienst im Amt für Landwirtschaft und Natur ausgegliedert werde und zu einem neuen Amt für Veterinärwesen befördert werde. Nun liest man in der Zeitung, dass die Gesundheitsdirektion das Kantonsarztamt in das Gesundheitsamt integriert hat. Die einen haben mit der Gesundheit der Menschen und die andern mit dem Wohl der Tiere zu tun. Anscheinend ist das Kantonsarztamt weniger wichtig als dasjenige des Veterinärdienstes. Solche Handlungen nennt man in der bernischen Verwaltung sparen. Hans König, Häusernmoos​

Link zum Artikel: «Die Nervenstarke»

Zu «Alain Berset holt sich die Lizenz zum Lockdown»

Die Volksvertreter schliessen nicht nur die Restaurants, sondern entziehen uns Alten und vielen Mitmenschen die Freude am Leben. Die Beizen haben ihre Vorschriften grösstenteils hundertprozentig eingehalten – mit Massnahmen, die viel Geld und Zeit gekostet haben. Das Resultat sind keine Rücksicht und Anerkennung, nur Hahnen zu und fertig. Die nachgewiesenen Ansteckungen sind dort gering. Im öffentlichen Verkehr steht man dicht in den Bussen, in den Zügen setzen sich Leute in besetzte Abteile und essen ihr Mitgebrachtes – nur, um die Maske nicht benützen zu müssen. Das sind Tatsachen. Das Resultat dieses Vorgehens wird sich in Form von Konkursen zeigen, die unsere Geldbeutel über Jahre belasten werden. Gemeint ist dabei der Geldbeutel des Volkes und nicht diejenigen unserer Volksvertreter. Robert Stämpfli, Langenthal

Zum Leserbrief «Gröbste Tierquälerei»

Am 5. Januar druckte diese Zeitung meinen Leserbrief zum Thema Wolf ab. Ich hatte – im Wissen, dass das Thema emotional ist – darauf geachtet, niemanden anzugreifen. Meine Absicht war, auf das Leiden der Schafe hinzuweisen und eine schnelle Lösung zu fordern. Seit der Publikation habe ich viele Briefe und teils anonyme Anrufe erhalten, ich wurde beschimpft, mir wurden Vorwürfe gemacht und gedroht. Ich betone, dass ich mich in meinem Leserbrief nicht auf die Vergrämung bezogen habe. Der Verweis auf einen Artikel, den die Redaktion angebracht hat, lässt es aber plausibel erscheinen, dass sich mein Leserbrief auf diese Vergrämung bezieht. So entstand das Bild, ich würde die Lösung kritisieren, den Behörden in den Rücken fallen, das Wort «Tierquälerei» auf den Wolf beziehen. Das Gegenteil ist der Fall: Ich befürworte die Vergrämung und wünsche mir, dass das Leiden der Schafe ein Ende nimmt. Wer widersprechen will, soll dies in einem Leserbrief tun. Elsbeth von Ballmoos, Schüpbach

Link zum Leserbrief: «Gröbste Tierquälerei»