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Tötungsdelikt in InterlakenIst es der Pächter?

Der Mann, der in Interlaken Opfer eines Gewaltdelikts wurde, ist formell identifiziert. Es handelt sich um einen 61-jährigen im Kanton Bern wohnhaften Schweizer.

Das Opfer des Tötungsdelikts in Interlaken ist identifiziert, wie die Kantonspolizei mitteilt. Die Untersuchungen auf dem Des-Alpes-Areal dauern noch an.
Das Opfer des Tötungsdelikts in Interlaken ist identifiziert, wie die Kantonspolizei mitteilt. Die Untersuchungen auf dem Des-Alpes-Areal dauern noch an.
Foto: Hans Peter Roth

Am Montagmorgen wurde in einem Haus am Höheweg ein verstorbener Mann aufgefunden. Da das Gelände abgesperrt wurde und für die Spurensicherung verschiedene Spezialdienste der Kantonspolizei Bern im Einsatz standen, durfte von einem Verbrechen ausgegangen werden. Dies bestätigte dann auch die Polizei.

Nun gibt sie an, den Mann identifiziert zu haben. «Es handelt sich um einen 61-jährigen im Kanton Bern wohnhaften Schweizer», heisst es in einer aktuellen Mitteilung der Kantonspolizei. «Er wies gemäss ersten Untersuchungen Verletzungen auf, die auf eine massive stumpfe Gewalteinwirkung schliessen lassen.» Weiterführende Untersuchungen, darunter insbesondere auch zur genauen Todesursache, seien am Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern noch im Gang.

Ist es der Pächter?

Gemäss Blick handelt es sich beim Opfer um den Pächter des Restaurants im Gebäude, wo die Leiche gefunden wurde. Wie diese Zeitung aus sicherer Quelle weiss, befindet sich die Wohnung des Pächters im selben Gebäude. Der Blick berichtet, dass die Polizei auch beim Kampfsport-Klub der Partnerin des Wirtes auf Spurensuche ging. Die Polizei selbst macht keine zusätzliche Angaben zur Person.

Spurensicherung dauert an

Derweil würden auch die polizeilichen Arbeiten in der Liegenschaft beim sogenannten Des-Alpes-Areal weitergeführt. «So gestaltet sich die Spurensicherung durch die Spezialistinnen und Spezialisten des Kriminaltechnischen Dienstes der Kantonspolizei Bern nach wie vor sehr aufwendig und zeitintensiv», heisst es in der Mitteilung. Es sei davon auszugehen, dass allein die Sicherung der Spuren noch mehrere Tage in Anspruch nehmen wird. «Das gesicherte Spurenmaterial gilt es dann auch auszuwerten und abzugleichen.»

«Auch diese Arbeit nimmt viel Zeit in Anspruch.» Im Zuge der gerichtspolizeilichen Ermittlungen wurde am Höheweg eine Drohne eingesetzt, um die Örtlichkeiten rund um die Liegenschaft zu dokumentieren.

Weitere Zeugen gesucht

Die Ermittler gehen unter der Leitung der regionalen Staatsanwaltschaft Oberland darüber hinaus auch verschiedenen Hinweisen aus der Bevölkerung nach, welche im Nachgang zum veröffentlichten Zeugenaufruf eingegangen sind. Solche Hinweise könnten zur Klärung der Tat zentral sein und werden auch weiterhin unter der Telefonnummer +41 33 227 61 11 entgegengenommen.

pkb/sgg