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Leserreaktionen«Das ist doch nicht möglich»

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem zum neuen Impfstoff gegen Corona.

Die News über den neuen Impfstoff gegen Corona lösen Freude aus – aber nicht nur.
Die News über den neuen Impfstoff gegen Corona lösen Freude aus – aber nicht nur.
Getty Images

Zum neuen Impfstoff gegen Corona

«Die Überraschung ist perfekt, endlich haben wir es geschafft.» Diese Aussage höre ich seit letzten Montag täglich und ich kann sie nicht mehr ausstehen. Normalerweise hat die Pharmaindustrie fünf Jahre, um einen wirkungsvollen Impfstoff ohne Nebenwirkungen in den Umlauf zu bringen. Doch nun ist noch nicht einmal ein Jahr seit Beginn der Forschung an Covid-19 vergangen. Dennoch zeigen Studien wie die von Pfizer-Biontech, ihr Impfstoff sei zu 90 Prozent sicher. Meiner Meinung nach ist dies unmöglich. Wie kann ein Impfstoff bereits nach neun Monaten so fortgeschritten sein? Anstatt in der letzten Pressekonferenz vom Mittwoch neue Covid-19 Massnahmen aufgrund der hohen Auslastung in den Spitälern zu beschliessen, informiert der Bundesrat lieber über den neuen Vertrag mit Pfizer-Biontech. Es wurden drei Millionen Dosen vom Impfstoff gesichert. Aber was bringt ein Impfstoff, welcher nur zu 90 Prozent sicher ist? Was machen wir, wenn in einem Jahr ein neuer Impfstoff 100 Prozent Sicherheit bringt? Impfen wir uns erneut? Noa Ziörjen, Langnau

Zur Empfehlung des BAG, vor einem One-Night-Stand zu duschen

Bei so einem Artikel fehlen einem die Worte. Wir sind mitten in einer Pandemie und es werden strenge Massnahmen durchgesetzt. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was der Sinn der Aussage des BAG ist. Die Schweiz gilt für viele Länder als Risikogebiet, da sie hohe Zahlen hat. Das BAG hat der Bevölkerung empfohlen, Kontakt zu vermeiden, aber vor einem One-Night-Stand sollte geduscht werden. Auch wenn es das BAG empfohlen hat, wird sich sowieso niemand daran halten. Das ist eine unnötige Empfehlung, da die Zahlen durch dieses Duschen mit Sicherheit nicht gesenkt werden. Betina Hakaj, Zollbrück

Link zum Artikel: «Duschen mit dem BAG»

Zu einem Video, das die Zustände in einem Spital in Neapel zeigt

Dieses Video, das ein Corona-Patient im Spital aufgenommen hatte, ging um die Welt. Ich war schockiert, als ich das Video sah. Zu sehen ist, dass eine verstorbene Person in einem Badezimmer liegt und die Hygiene-Massnahmen nicht eingehalten werden. Meiner Meinung nach sollte man so ein Video nicht veröffentlichen, die verstorbene Person hat eine Familie und diese soll nicht auf diese Weise vom Tod erfahren. Die Lage im Spital in Neapel ist ausser Kontrolle und sollte dringendst verbessert werden. Die Wirtschaft sollte bei diesem Virus zweitranging sein, die Gesundheit hat höchste Priorität. Timon Markovic, Herzogenbuchsee

Link zum Artikel: «Schock-Video aus Spital in Neapel»

Zur Fusion der Berner CVP und BDP

Nun wollen sich also BDP und CVP tatsächlich zu einer Partei vereinen. Ich sehe den wahrscheinlichen Zusammenschluss und die Namensänderung als letzten Ausweg für die beiden Parteien. Als letzten Ausweg vor dem Untergang. Der Slogan der BDP, «Langweilig, aber gut», hat die Wähler ganz offensichtlich nicht überzeugt. Sie ist aus einer Abspaltung von der SVP entstanden und seither immer mehr nach links gerutscht, verlor dadurch gar die Fraktionsstärke. Die CVP hat zwar einen höheren Wähleranteil, Tendenz jedoch rückläufig. Die beiden Parteien bilden ohnehin schon zusammen mit der EVP die Mittefraktion im Parlament. Warum sollen sie sich dann nicht auch auf Parteiebene zusammenschliessen? Wenn sie die ganze Fusion mit einer besseren PR-Abteilung clever anstellen, ergibt eins plus eins vielleicht ausnahmsweise einmal 2.1 oder sogar 3. Oder die beiden Parteien, vereint als eine, sind längerfristig überhaupt überlebensfähig. Andri Sedrin Siegenthaler, Schangnau

Im Kanton Bern wurde den Christdemokraten nie Geschenke gemacht. Nie gelang es der Partei, die nach dem Berner Kulturkampf entstand, einen Sitz in der Regierung zu erobern. Der im Jura gehasste Regierungsrat Christoph Neuhaus liebäugelte lange mit der BDP, bis ihn die SVP wieder ins Boot holte. Die CVP legt zu, und wird weiter zulegen, nur als christliche und katholische Volkspartei. Die BDP soll ihren eigenen Weg gehen. Sie hat übrigens das Bankgeheimnis ans Ausland verkauft. Nein zur neuen Krankenkasse Die Mitte, Nein zu den Parteinamenkünstlern und Trittbrettfahrern. Onlinekommentar von Michèle Kottelat

Link zum Artikel: «BDP und CVP verloben sich digital»

3 Kommentare
    K Heydon

    Frau Zjörien, ein kleines Gnusch Ihrerseits: Sicher und wirkungsvoll sind nicht dasselbe.

    Zweitens: ein mRNA Impfstoff ist schneller herstellbar weil er einen Transkriptionsprozess überspringen kann. Statt mühsam von DNA zu RNA zu mRNA zu Protein zu ziehen plaziert sich das konstruierte Antigen gleich im Zytoplasma der Zellen und die dortigen Ribosomen übernehmen die Proteinproduktion. Das Antigen muss nicht mal mehr in den Zellkern eindringen. Danach folgt der normale Immunprozess den wir alle kennen. Die ältere Methode der DNA Impfstoffe dauert länger, dringt ins Zellgenom (Zellkern) ein, ist jedoch schon vielfach erprobt. Er braucht zwar einen Vektor (Trojan horse) um dorthin zu gelangen wo er hin soll. Wenn der Vektor dann ein anderes, wenn auch harmloses, Virus ist, bleibt aber sein Genkonstrukt im System zurück wo er eventuell(???) mal Schaden anrichten könnte. Das muss ebenfalls erst eruiert werden und braucht ebenfalls mehr Zeit. Deshalb sind BioNTech/Pfizer und Moderna (mRNA) schneller als Astra/Zeneca und Johnson (DNA plus Plasmid).

    Volià...

    PS Das Virus wird nie ganz verschwinden, auch trotz weltweiter Impfungen..sonst wären heute Masern etc etc bereits ausgerottet.