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Was geht? Unsere AusgehtippsDarf es ein bisschen eigentümlich sein?

Ein Film im Musigbistro, ein Besuch in einer fremden Wohnung und mit der Taschenlampe ins Museum. Hier sind unsere Tipps für ein eigentümliches Wochenende.

Konventionen sprengen

Trotz des schweren Themas gibt es im Film «Rafiki» viele unbeschwerte Momente.
Trotz des schweren Themas gibt es im Film «Rafiki» viele unbeschwerte Momente.
Foto: Trigon-film.org

Das Musigbistrot hintergeht seinen Namen und zeigt einen Film. Doch der Genreausflug ist vielversprechend. Was zwischen Kena und Ziki läuft, gibt es nicht, darf es nicht geben in Kenia, wo Homosexualität ein Tabu und homosexuelle Handlungen sogar strafbar sind. Wie die beiden jungen Frauen in dieser Umgebung ihre Liebe ausleben, erwärmt das Herz, lässt es aber gleich wieder schwer werden, wenn man erfährt, dass der Film in Kenia zunächst verboten wurde. Der Grund: Die Homosexualität ist zu positiv dargestellt. Aufgehoben wurde das Verbot erst nach einer Beschwerde der Regisseurin.

Musigbistrot, Bern. Sonntag, 18. Oktober, 20.00 Uhr.

Klänge ausloten

Nein, Mory Samb hält keine überdimensionierte Babyrassel in den Händen, sondern eine Ngoni.
Nein, Mory Samb hält keine überdimensionierte Babyrassel in den Händen, sondern eine Ngoni.
Foto: PD

Ngoni, was wie eine schnoddrig verkürzte Version eines italienischen Cocktails klingt, ist eine Gitarre aus Mali. Und mit deren Klängen wird die neue Saison in der Turnhalle eröffnet. Gast ist Mory Samb, Musiker, Tänzer und Poet aus Senegal. Seinen Afrogroove-Jazz spielt er nicht allein, sondern wird begleitet von einer sechsköpfigen Band mit Musikern, die in bekannten Formationen wie den Kummerbuben, Züri West und Stop the Shoppers spielen. Das Konzert in der Turnhalle ist zugleich die Taufe des zweiten Albums der Gruppe: «Djam Nouyona».

Turnhalle, Bern. Samstag, 17. Oktober, 21.00 Uhr.

Möbel besetzen

Autor Fabio Andina wird in einer Stube im Länggassquartier lesen.
Autor Fabio Andina wird in einer Stube im Länggassquartier lesen.
Foto: Malik Andina

Wann sonst bietet sich die Gelegenheit, einfach so in fremde Wohnungen zu spazieren und dabei auch noch als kultiviert zu gelten? Jede «Sofalesung» findet an einem anderen Ort statt, meistens in echten Stuben von echten Menschen, manchmal in Ateliers oder auf Dachböden. Dort macht es sich das Publikum dann gemütlich, und eine Autorin oder ein Autor liest aus dem neusten Werk. Dieses Mal ist es der Tessiner Fabio Andina, der sein erstes auf Deutsch übersetztes Buch vorstellt.

Zu Gast bei Barbara und Stefan, Zähringerstrasse 28, Bern. Sonntag, 18. Oktober, 17.00 Uhr.

Klatsch erfahren

Am helllichten Tag, tipptopp ausgeleuchtet, so kennt man das Museum für Kommunikation.
Am helllichten Tag, tipptopp ausgeleuchtet, so kennt man das Museum für Kommunikation.
Foto: Christian Pfander

Einem Museumsbesuch haftet nicht gerade der Ruf eines Pulsbeschleunigers an. Eine Ausstellung mag noch so spannend sein, Nervenkitzel kommt kaum auf. Da muss man schon andere Register ziehen. Den Lichtschalter ausschalten zum Beispiel, wie es das Museum für Kommunikation tut, indem es mit «Dark Gossip» eine nächtliche Führung anbietet, die gemäss eigenen Angaben «Altes neu beleuchtet und Verstecktes ins Licht zerrt». Für Erleuchtung sorgen Taschenlampen.

Museum für Kommunikation, Bern. Freitag, 16. Oktober, 21.00 Uhr.

Ärger bewältigen

Es gibt nicht die eine Art auszurasten. Komiker Kaya Yanar kennt die Varianten.
Es gibt nicht die eine Art auszurasten. Komiker Kaya Yanar kennt die Varianten.
Foto: Daniel Preprotnik

Er ist Tierschützer, isst kein Fleisch, und sein Gesicht ziert Plakate von Anti-Pelz-Kampagnen. Klar, dass es einem solch friedensaktivistischen Menschen wie Kaya Yanar angesichts allen Weltübels mal den Deckel lupft. Stimmig darum der Titel seines aktuellen Comedy-Programms: «Ausrasten für Anfänger». Nach zwei Stunden «Lebenshilfe mit Doktor Yanar» sollte man nicht nur gut gelacht, sondern auch was gelernt haben: ausrasten mit Stil, Eleganz und Humor.

Kursaal, Bern. Samstag, 17. Oktober, 20.00 Uhr.