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Nach Kritik von KlimaaktivistenCS-Chef spricht über Federer und Greta

Der Credit Suisse-Chef hat erstmals persönlich auf die Kritik von Klimaaktivisten reagiert.

«Greta, ich arbeite an der Verbesserung der Umwelt»: CS-Chef Tidjane Thiam äussert sich zu den Vorwürfen der Klimaaktivisten. 
«Greta, ich arbeite an der Verbesserung der Umwelt»: CS-Chef Tidjane Thiam äussert sich zu den Vorwürfen der Klimaaktivisten. 
Screenshot: RTS

Am Rand des WEF in Davos hat Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam auf die Sympathiebekundung von Roger Federer mit der Klimajugend reagiert.

«Ich werde ihm zuhören, wie ich ihm immer zugehört habe», sagte Thiam in einem Interview mit dem Sender RTS in Davos. «Er ist jemand, der sehr aufmerksam ist. Er verfolgt unsere Projekte sehr genau, ist involviert, er ist auch von sehr grosser persönlicher Grosszügigkeit.»

Vor gut einer Woche hatte Federer sein Verständnis für Schweizer Klimaaktivisten bekundet, zu denen sich auch die Schwedin Greta Thunberg gesellt hatte – nachdem sie ihn persönlich angegriffen hatte. Unter dem Hashtag «RogerWakeupNow» hatten die Klimaschützer Federer aufgefordert, seine Partnerschaft mit der Credit Suisse aufzulösen. Sie werfen der Grossbank vor, mit Milliardeninvestitionen in Firmen, die fossile Energien fördern, die Umwelt zu schädigen und zur Klimaerwärmung beizutragen (zum Bericht).

Einladung an Aktivisten

Thiam sprach auch eine Einladung an die Klimaaktivisten aus. «Sie können zu einer offenen Diskussion zu mir kommen», so der Bankchef. Er sei dazu bereit, die Aktivisten zu empfangen, die mit einer Protestaktion in der Credit Suisse in Lausanne für Aufsehen sorgten (zum Bericht).

«Was sagen Sie Greta?» fragt Moderator Darius Rochebin in einem auf Twitter verbreiteten Video. «Greta, ich arbeite an der Verbesserung der Umwelt», antwortete Thiam. Auf die Frage, ob seine Einladung auch für die schwedische Aktivistin gelte, sagt Thiam: «Absolut.»

Thiam ist laut dem Interview bestrebt, dass die CS bei der Vergabe von Krediten auf einen ökologischen Wandel achtet. Durch seine Herkunft habe er bereits zu Beginn seiner Karriere ein ökologisches Gewissen entwickelt. Seither unterstütze er unter anderem Projekte für Wälder in Afrika.

(SDA /oli)