Circus Knie gastiert in Solothurn

Solothurn

Das Gastspiel des Circus Knie begann am Montag – nach dem Aufbau der Zeltstadt am Morgen – mit einem der seltenen freien Tage für Mensch und Tier während der Tournee.

Ruhig und ohne Hektik wurden gestern die 36 Pferde in ihre Stallungen gebracht.

Ruhig und ohne Hektik wurden gestern die 36 Pferde in ihre Stallungen gebracht.

(Bild: Isabel Mäder)

Gestern Morgen um halb neun Uhr schlenderte Fredy Knie jun. gemütlich über die Schänzwiese und beobachtete scheinbar unbeteiligt, wie die Tierpfleger ein Pferd nach dem andern aus dem Transportwagen in die Stallung führten. Ruhig, ohne Hektik und grosse Worte geschieht dies. Derweil ziehen die Zeltarbeiter noch die letzten Plachen über die Pferdestallung. 36 Pferde sind es, die während der nächsten drei Tage in den neuen grosszügigen Stallungen mit Aussenboxen wohnen werden. Jedes Pferd hat nun mit Aussen- und Innenraum doppelt so viel Platz als vorher. Transport auf der StrasseIn den frühen Morgenstunden sind sie, die Pferde, Lamas, Ponys, die Trampel- und Haustiere und die Elefanten und weitere Tiere, in ihren speziellen Transportfahrzeugen in Solothurn eingetroffen. Seit mehreren Jahren transportiert Knie seine Tiere aus logistischen und sicherheitstechnischen – aber auch tierschützerischen – Gründen mit eigenen Grosstransportern auf der Strasse. So ist es nämlich möglich, die kürzeste Route zu wählen und den Tieren ein Minimum an Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zuzumuten.Die 120 Mitarbeiter des insgesamt rund 200-köpfigen Knie-Trosses begannen dann gestern Morgen um sechs Uhr mit dem Aufbau der Zeltstadt. Bis zum Mittag waren alle Stallungen bezogen, die leeren Materialwagen entlang der Aare im Schützenmattquartier parkiert, die Wohnwagen ebenso platziert. Die Materialwagen und viele der Wohnwagen werden im Übrigen weiterhin mit zwei Extrazügen auf der Schiene von Aufführungsort zu Aufführungsort verschoben. Im Chapiteau hinter der Rythalle fand kurz vor Mittag bereits die Licht- und Orchesterprobe statt. «Alles gut gegangen, alles bereit», verkündete die Pressestelle schliesslich am Nachmittag.Verdientes AufatmenFür einmal erstarb dann das emsige Treiben in der Circusstadt. In Solothurn konnten die Artisten, Zelt- und Manegenarbeiter nämlich gestern Nachmittag und zum Teil auch heute noch ein paar der wenigen Stunden Freizeit einziehen. Ein kleiner Bummel durch die Altstadt und vor allem Ausruhen stand bei den meisten auf dem Programm. Während der acht Monate dauernden Tournee mit 345 Vorstellungen an 242 Tourneetagen gibt es dazu selten Gelegenheit. Spielfreie Tage, die dann wirklich auch noch arbeitsfreie Tage sind, zählt man nur ganze siebzehn. Bewährtes ProgrammHeute Abend sind die Tiere, Clowns und Akrobaten bereits wieder im Einsatz. Das Programm unter dem Motto «c’est magique» lebt auch in diesem Jahr neben den Eckpfeilern mit den Tiernummern der Familie Knie (Pferde und Elefanten) vom Können der weltbesten Artisten in den verschiedenen Disziplinen. In der Manege und unter der Kuppel erwartet das Publikum wiederum zauberhafte und prickelnde Momente.

Solothurner Tagblatt

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