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Finanzskandal wird zum KrimiCatch me if you can

Er ist einer der meistgesuchten Männer Europas, wo versteckt sich Jan Marsalek? Er fahre in die Berge, sagte der frühere Wirecard-Chef einem Bekannten. Das war wohl eine Finte.

Sieht sich bald einem internationalen Haftbefehl ausgesetzt: Jan Marsalek.
Sieht sich bald einem internationalen Haftbefehl ausgesetzt: Jan Marsalek.
Foto: zvg

Mitte der Woche sieht es so aus, als sei Jan Marsalek wieder aufgetaucht. Auf den Philippinen kursiert ein Foto von ihm, er trägt das Haar kurzrasiert, dazu ein T-Shirt, türkisfarbene Bermudas und Turnschuhe. In jeder Hand hält er eine Einkaufstüte aus Papier. Dem Anschein nach schlendert da einer der meistgesuchten Männer Europas gerade entspannt von einem Laden zum nächsten, während es Tausende Aktionäre und Investoren nicht fassen können, dass ihr Vermögen dahin ist. Mit deren Geld also geht Marsalek jetzt anscheinend gemütlich auf Shoppingtour – in kurzen Hosen noch dazu, als wolle er die Demütigung perfekt machen.

Allerdings löst sich die vermeintliche Spur zu Marsalek, dem früheren Manager der insolventen Aschheimer Wirecard AG, schnell wieder auf: Bei näherer Betrachtung stellt sich das Foto als Fälschung heraus. Im Zeitalter der Fotomontagen ist es einfach, den rasierten Kopf Marsaleks auf so gut wie jeden Körper zu montieren. Man könnte den flüchtigen Manager so auch als Müllsammler in Manila darstellen oder als Bademeister in Phuket oder als Betreiber einer Imbissbude in Moskau.

In der nicht ganz so exotischen Schleissheimer Strasse, in der die Staatsanwaltschaft München ihre Büros hat, arbeitet man derweil an einem neuen Haftbefehl gegen Jan Marsalek. Alles, was sich an Verdachtsmomenten gegen ihn finden lässt, tragen die Ermittler jetzt zusammen, bevor sie den 40 Jahre alten Österreicher weltweit zur Fahndung ausschreiben: Marktmanipulation, Bilanzfälschung, Untreue. Der Haftbefehl muss sitzen, damit sich möglichst viele Staaten in der Pflicht sehen, Marsalek festzunehmen.

«Einer der abgezocktesten Typen, die ich je erlebt habe»

Wobei die Strafverfolger damit rechnen müssen, dass die Suche länger dauern könnte. Denn Marsalek dürfte die Mittel besitzen, um sich zu entziehen. Bekannte gehen davon aus, dass er aus den Kassen der Wirecard AG ein dreistelliges Millionenvermögen abgezweigt hat und ausserdem enge Kontakte zu Geheimdienstlern diverser Länder pflegt, die ihm jetzt zu Beginn eines neuen Lebens helfen könnten.

Vor allem aber dürfte Jan Marsalek sein eigener Charakter helfen. Erst kürzlich hat er seinen 40. Geburtstag gefeiert, und doch nennt ihn ein Bekannter «einen der abgezocktesten Typen, die ich je erlebt habe». Marsalek wirkt immer höflich und kontrolliert, zuweilen sogar charmant mit seinem leichten Wiener Dialekt. Ein Weltbürger des 21. Jahrhunderts, mehrsprachig, weit gereist, technikaffin. Er hat einst in Wien das französische Gymnasium besucht und dann bald, ohne Studium, bei Wirecard Karriere gemacht. Schon mit 30 stieg er in die Geschäftsleitung auf, zuletzt schien er in der analogen wie in der digitalen Welt gleichermassen zu Hause zu sein.

Hinter dieser Fassade hat Marsalek dann wohl systematisch ein Betrugsschema aufgebaut. Nicht nur war er mutmasslich daran beteiligt, die Wirecard AG, die auf bargeldlose Bezahlmodelle spezialisiert ist, viel grösser aussehen zu lassen, als sie war. Offenbar schaffte er auch ein Vermögen beiseite – für sich selbst.

Konzernchef Markus Braun umwarb Investoren und Aktionäre.
Konzernchef Markus Braun umwarb Investoren und Aktionäre.
Foto: Philipp Guelland (Keystone)

Der Konzern aus Aschheim sollte, so sahen es jedenfalls die Aktionäre, den Weg ins digitale Zeitalter weisen. Bezahlen ohne Bargeld, das wirkte so zukunftsträchtig wie Autofahren ohne Benzin. Jetzt allerdings stellt sich heraus, dass nicht eine neue Tech-Ikone enstanden ist, sondern ein Wirtschaftsskandal unglaublichen Ausmasses. Der Aufsichtsrat, die Wirtschaftsprüfer, die Aufseher in den Behörden – sie alle haben sich täuschen, ja einlullen lassen wie naive Anfänger. Die Wirtschaftsprüfgesellschaft EY spricht jetzt von einem weltweit orchestrierten, umfassenden Betrug, den sie aber jahrelang nicht entdeckte, allen Warnsignalen zum Trotz.

Während Konzernchef Markus Braun die Investoren und Aktionäre umwarb, baute allem Anschein nach vor allem Marsalek das Lügengebäude namens Wirecard auf. Dieses Spiel verstand er wohl am besten – das Spiel mit überforderten Kontrolleuren, mit riesigen Geldflüssen quer durch die Steueroasen des Globus hinweg. Ob man ihn irgendwann fassen wird, ist noch offen: Denn Marsalek soll viel Geld auf die Seite geschafft haben.

Immerhin haben die Strafverfolger im Fall Wirecard schon mal einen der Hauptverdächtigen in Reichweite: Markus Braun, 50, der langjährige Firmenchef und Technik-Nerd, hat sich gestellt und ist gegen Kaution auf freiem Fuss. Braun könnte den Ermittlern jetzt erzählen, wie der mutmassliche Schwindel zustande kam. Fing es mit kleinen Tricks an, die sich verselbständigten, oder gab es immer einen grösseren Plan?

Braun wird sich diesen Fragen stellen müssen, weil er nicht untertauchen konnte, oder wollte. Er hat eine Frau und eine Tochter in Wien, und wahrscheinlich ist es schlicht nicht sein Ding, Jahre im Untergrund zu verbringen. Vielleicht stellt er sich auch als Opfer dar, beteuert, dass er selbst hintergangen wurde.

Der Wirecard-Mann, der lieber bar zahlt

Bei seinem Zögling Marsalek liegen die Dinge anders. Jan Marsalek, der bei Wirecard als Chief Operating Officer die Geschäfte führte, ist noch jung und nicht gebunden, jedenfalls nicht durch Kinder. Er scheint zu wissen, wie man sich in aller Welt durchschlägt. Wer ihn kennt, erzählt jetzt, dass er immer schon schwer greifbar war. Er tänzelte durchs Büro, als würde ihn alles Irdische nicht belasten. Er war oft auf Reisen und immer auf dem Sprung. Sein Büro in Aschheim war voller Erinnerungsstücke aus aller Welt, Fell- und Offiziersmützen aus Russland, eine Donald-Trump-Pappfigur in Originalgrösse.

Seine langjährige Freundin und er lebten in getrennten Wohnungen. Marsaleks Adresse in München war im Zentrum, sie lebte wohl in Schwabing. Marsalek soll angeblich viel gefeiert haben, in Kitzbühel, Moskau, bei einer Party soll Sushi auf dem nackten Körper einer Frau serviert worden sein. Seine Bekannten lud er gerne ins Münchner Luxushotel Mandarin Oriental ein, dort auf der Dachterrasse gab er offenbar Champagner aus und zahlte Rechnungen über Hunderte Euro in bar. Es heisst, er habe nicht gerne mit Karten gezahlt, obwohl das doch das Geschäftsmodell seiner Firma war.

Womöglich war es ihm schon immer zuwider, Spuren zu hinterlassen. Er neigte zur Heimlichtuerei. «James Bond war sein Ding», sagt ein Bekannter, «Geheimdienste seine Faszination.» Der Staatsanwaltschaft München hat Marsalek offen erklärt, er betreibe «Feindaufklärung» und lasse sich von jemandem in einer ausländischen Regierung mit Informationen über einen unliebsamen Mitarbeiter versorgen.

Er war oft auf Reisen und immer auf dem Sprung: Jan Marsalek.
Er war oft auf Reisen und immer auf dem Sprung: Jan Marsalek.
Foto: zvg

Das grosse Versprechen Wirecards lautete immer, dass man die Technologie der Zukunft besitze und sie offensiv auf dem Kontinent der Zukunft vermarkte. Das Asien-Geschäft mit seinen schier unendlichen Verästelungen war vor allem Marsaleks Sache. Er baute ein Netz aus Tochter- und Partnerfirmen auf, in dem immer Geld in grossen Mengen bewegt wurde. Womöglich sollte dies verheimlichen, dass der Konzern viel weniger verdiente, als er behauptete. Geld war immer in Bewegung, aber es floss wahrscheinlich nur im Kreis.

Um die Wahrheit zu vertuschen, betrieben Mitarbeiter Wirecards im Verantwortungsbereich von Marsalek einen riesigen Aufwand. Interne Unterlagen legen nahe, dass Verträge mit angeblichen Kunden offenbar erfunden, rückdatiert und mit falschen Unterschriften versehen wurden. Ein Mitarbeiter Marsaleks in Asien tat dies so ausschweifend, dass 2018 zwei örtliche Kollegen für Compliance-Fragen einschritten. Die Geschäftsleitung in Aschheim allerdings liess die beiden Juristen auflaufen.

Er verbreitete Diagramme, die zeigen sollten, wie die Feinde des Konzerns zusammenhingen, zusammenwirkten und womöglich zusammen schliefen.

Marsalek pflegte seinen Hang zum Konspirativen. Viele seiner Gesprächspartner erinnern sich, dass er Gäste ungern in seinem Firmenbüro empfing, sondern lieber andere, weniger sichtbare Treffpunkte bevorzugte, zum Beispiel in Privathäusern.

In solchen Gesprächen soll Marsalek immer gleich gewirkt haben: Er kam im stahlblauen Anzug, mit offenem weissen Hemd und einer grossen Armbanduhr. Er wirkte selbstsicher und entspannt. Wenn es um die Probleme in Asien ging, änderte sich seine Verteidigungslinie kaum. Er räumte ein, dass Wirecard halt zu schnell gewachsen sei, es gehe eben noch eher mittelständisch zu und noch nicht wie in einem Dax-Konzern. «Die Strukturen, die anderswo verkrustet sind, müssen wir erst noch schaffen», soll Marsalek einmal gesagt haben – mit wahrscheinlich gespielter Selbstironie. Die Finanzleute in Singapur seien überdies schlampig gewesen und hätten mal eine ordentliche Watschn verdient.

Sonst aber sei alles in Ordnung, beteuerte Marsalek gern. Jedes Unternehmen habe mal ein Problem mit dem Wirtschaftsprüfer, sagte er oft, und wies zugleich darauf hin, dass die Prüfer von EY ja stets die Stichhaltigkeit der Bilanzen bestätigt hätten. Tatsächlich waren es vor allem die Prüfer von EY, die Wirecards Glaubwürdigkeit stützten – zu Unrecht, wie man heute weiss.

Marsalek lenkte auch regelmässig die Aufmerksamkeit auf die vermeintlichen Feinde Wirecards. So liess er Diagramme verbreiten mit kleinen Porträtfotos, die mit Pfeilen verbunden waren, manchmal stand als Erläuterung neben einer Verbindungslinie, dass zwei Personen eine Affäre miteinander hatten. All dies sollte zeigen, wie die Feinde des Konzerns zusammenhingen, zusammenwirkten und womöglich zusammen schliefen. Marsalek referierte oft darüber, dass Wirecard ja nur das Opfer von Medien und Spekulanten sei und dass die wahren Bösewichte nicht in Aschheim sässen, sondern in der Londoner City, von wo aus sie den Aktienkurs Wirecards drückten.

Die Wirtschaftsprüfer liessen sich täuschen

Diese Mischung aus Leugnen, Beschönigen und Ablenken soll Marsalek virtuos beherrscht haben. Er wirkte dabei nicht übereifrig, eher stoisch. Die Wirtschaftsprüfer sind an ihm und seinen Leuten verzweifelt. Jedes Jahr im Frühjahr, wenn die Konzernbilanz zu prüfen war, mussten die externen Kontrolleure Verträge anmahnen, Unterlagen verlangen, verdächtige Vorgänge aufklären. Marsalek wurde mehrmals von den Kontrolleuren vernommen. 2019 geriet er zum Beispiel in den Verdacht, ein obszön teurer Firmenzukauf von Wirecard im Indien-Geschäft habe nur ihm selbst genutzt, indem Hunderte Millionen Euro aus dem Konzernvermögen an eine Briefkastenfirma auf Mauritius gelangten, die er womöglich selbst kontrollierte.

Marsalek soll auch in solch heiklen Momenten mit der üblichen Nonchalance aufgetreten sein. Auch noch 2019, als dubiose Praktiken Wirecards in Singapur schon Aufsehen erregten. Womöglich spürte Marsalek damals, dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis der Schwindel auffliegen würde. Dennoch redete er den Prüfern ein, dass alles mit rechten Dingen zuging.

Er wird auf den Philippinen vermutet, in China, in Russland. Oder «in den Bergen».

Im Juni 2020 dann kollabierte alles. Wirecard musste zugeben, dass es fast zwei Milliarden Euro auf den Philippinen nie gegeben hat. Konzernchef Braun stellte sich der Justiz, sein Unternehmen beantragte die Insolvenz. Und Marsalek erzählte einem Bekannten, er fahre jetzt erst einmal in die Berge. Wenig später, am 23. Juni, soll er am Flughafen von Manila gelandet sein. So steht es zumindest im Computersystem der philippinischen Einwanderungsbehörde: Ankunft am Terminal 1 mit der Morgenmaschine des Billigfliegers Jetstar aus Singapur. Aber stimmt das?

Wegen des Coronavirus dürfen Ausländer nur einreisen, wenn sie zum Beispiel einen philippinischen Partner haben. Laut Einwanderungsbehörde soll Marsalek mit seiner philippinischen Ehefrau gekommen sein. Aber: Marsalek hat keine Ehefrau, schon gar keine philippinische. Auch die Weiterreise gibt Rätsel auf. Angeblich flog Marsalek gleich weiter nach Cebu und am nächsten Morgen von dort mit Sichuan Airlines nach China. Beides ist unwahrscheinlich. Erstens hätte Marsalek in Manila zwei Wochen in Quarantäne verbringen müssen, zweitens ist Sichuan Airlines seit Januar nicht mehr von Cebu aus geflogen.

Der philippinische Justizminister hat angekündigt, den Fall Marsalek rasch zu klären und seinen Beamten zwei Tage Zeit gegeben. Von Marsalek aber gibt es keine Spur, nicht einmal auf den Überwachungsvideos am Flughafen ist er zu sehen. War er gar nicht da? Haben Hacker seinen Namen ins Computersystem geschmuggelt, ohne dass er selbst gelandet ist? Oder hat er jemanden geschmiert?

Flucht mit professioneller Hilfe

Die Philippinen gelten als eines der korruptesten Länder in Südostasien, aber auch hier ist spätestens Schluss, wenn der Regierung eine Blamage droht. Und der Fall Wirecard beschädigt längst den Ruf des ganzen Landes. Erst bestätigen die Mitarbeiter lokaler Banken die Existenz eines Milliardenvermögens von Wirecard, das es gar nicht gibt. Und nun blamiert sich der Justizminister, dessen Leute nicht einmal genau wissen, wer wann wo eingereist ist. Die Regierung dürfte also motiviert sein, Marsalek zu fassen. Aber womöglich ist er ja gar nicht dort.

Manche, die Marsalek kennen, trauen ihm zu, dass er sich mithilfe von falschen Papieren und Bestechungsgeld lange durchschlagen kann. Es hat immer wieder Gerüchte gegeben, wonach er in enger Verbindung zu Geheimdiensten stand, zu Israel, womöglich noch mehr zu Russland. Angeblich, erzählte man sich, habe Wirecard Kreditkarten mit vorbezahlten Guthaben an Agenten oder Söldner in Konfliktregionen ausgegeben, womöglich sogar fremde Geheimdienste in die Zahlungsströme der eigenen Kundschaft blicken lassen. Es sind bisher nur Gerüchte, aber sie werden auch in Justizkreisen ernst genommen. Und all das legt nahe, dass Jan Marsalek auf der Flucht durchaus mit professioneller Hilfe rechnen kann.

Marsalek könnte Dutzende, vielleicht Hunderte Millionen Euro beiseitegeschafft haben. Das könnte für ein ganzes Leben reichen.

Er dürfte gut vorgesorgt haben. In seinem Umfeld geht man davon aus, dass er sich in den vergangenen Jahren prall gefüllte Geldspeicher in mehreren Ländern aufgebaut hat, über Briefkastenfirmen oder mit Hilfe von Komplizen, die ihn nun mit Geld versorgen. «Er ist ein Spieler», sagt jemand, der ihn kennt, «aber er spielt abgesichert.» Marsalek könnte Dutzende, vielleicht Hunderte Millionen Euro beiseitegeschafft haben. Das könnte für ein ganzes Leben reichen.

Und so ist die Geschichte mit dem manipulierten Foto, das Marsalek mit zwei Einkaufstüten zeigt, vielleicht sogar ein Abbild der Wirklichkeit: Marsalek könnte sein eigenes Foto, womöglich mit Bart und neuer Frisur, in falsche Pässe einkopieren lassen und sich eine neue Identität geben.

In den Unterlagen von Wirecard findet man mehrere Passkopien von Jan Marsalek, wobei ein Detail besonders auffällt. Seine Körpergrösse ist mit 1,80 Meter angegeben. Wer ihm begegnet ist, hat ihn kleiner in Erinnerung. Hat er also schon bei solch grundlegenden Informationen wie seiner Körpergrösse geschummelt?

Es würde zum Fall Wirecard passen, zu einem Konzern, der mit schamlos aufgeblasenen Bilanzen eine Grösse vortäuschte, die er nie hatte. Und zu Jan Marsalek, der sich offensichtlich ein Leben lang grösser gemacht hat, als er in Wirklichkeit war.

21 Kommentare
    Erich Rieder

    Ojeee, haben die alleswissenden Analysten etwa versagt! Dass sogar die grössten Banken auf einen Betrüger der untersten Kategorie hereinfällt, ist für den normal Sterblichen ein kleiner Trost, wenn er sich bei Investitionen an der Börse etwas vertut - der Gier gehorchend.