Zum Hauptinhalt springen

Leserbriefe vom Samstag, 14. August

Die Leserbriefe von heute handeln vorwiegend von der Sicherheit rund um die Bärenpark-Treppe und der ehemalige CEO des Stade de Suisse Peter Jauch gibt seine Meinung preis, was die Affäre YB-Niedermaier betrifft.

Das Leben ist gefährlichVerschiedene Artikel zu Bärenpark/Unfälle/Zaun

Je mehr Zäune installiert werden, umso stärker schwindet das Gefühl der Eigenverantwortung. Man kann die ganze Aare bis nach Thun einzäunen, die Sicherheit wird dadurch kaum grösser. Aber es ginge dabei sehr viel Lebensqualität verloren. Das Leben ist halt nun mal lebensgefährlich. Rolf Kneubühl, Bern

Die Vorstufe zum Käfig

Schon wieder ein Zaun, erneut eine weitere Abschrankung die unseren Lebensraum einschränkt.

Die Aare fliesst von jeher von Thun nach Bern. Überall auf dieser Strecke finden wir Orte am Ufer mit regem Publikumsverkehr, wo spaziert, gespielt oder im Sommer gebadet wird. Bis heute wurde noch von keiner Seite gefordert, das Aareufer mit einem Schutzzaun zu versehen. Wo bleibt die Eigenverantwortung? Zwischen Bern und Thun scheint sie zu spielen, nur beim Bärenpark in Bern werden sofort bauliche Massnahmen und Verbote gefordert.

Können durch einen weiteren Zaun der Staat oder die Stadt weitere Unfälle verhindern? Leider nein, aber die grosse Mehrheit der Besucher sieht und fühlt sich erneut eingeschränkt und muss erst noch teuer dafür bezahlen. Der Zaun ist die Vorstufe zum Käfig – quo vadis? Peter Hadorn, Bern

Lächerliche Diskussion

Die ganze Diskussion, dass zur Sicherheit der Besucher des Bärenparks ein Geländer bei der Treppe zur Aare hin montiert werden muss, ist lächerlich. Passt aber leider in die heutige Zeit, wo keiner mehr für sich oder zum Beispiel für seine Kinder Verantwortung übernehmen will. Oder muss man damit rechnen, dass in Zukunft das Aareufer auf seiner ganzen Länge mit einem Zaun versehen wird?

An schönen Wochenenden tummeln sich Hunderte am Ufer der Aare, und es ist noch keinem in den Sinn gekommen, dass die jeweilige Gemeinde, wo man gerade am «Brätle» ist, verantwortlich gemacht werden kann, wenn jemand in die Aare fällt. Martin Guggisberg, Belp

Wo waren die Eltern?

Mit Verwunderung habe ich die Berichte über die zwei Kinder gelesen, die von der Aaretreppe ins Wasser gefallen sind und heldenhaft von Frau und Mann gerettet wurden. Mit keinem Wort wird jedoch gefragt: Wo waren die Eltern oder die Aufsichtspersonen dieser Kinder? Die Aare ist überall frei zugänglich (und so soll es auch bleiben) und gefährlich. Die Kinder müssen von den Eltern beaufsichtigt und über die Gefahren aufgeklärt werden! Einen Zaun entlang der Treppe braucht es nicht. Er verhindert nicht zuletzt den freien Zugang für manch schwere Füsse, welche einer Abkühlung bedürfen. Eltern, nehmt endlich eure Verantwortung wahr und schaut zu euren Kindern. Ruedi Rothacher,Worb

Dumm und tendenziösBerichterstattung rund um YB

Die BZ-Artikel von Herrn Fabian Ruch, die einseitig, tendenziös und unter der Gürtellinie gegen die YB- und Stadioninvestoren gerichtet sind, sind einer Zeitung mit Format unwürdig. Man kann über die Umstände, die zum Ende der Ära Niedermaier führten, rätseln. Aber nicht so einseitig darstellen. Die Investoren um Benno Oertig haben seit 2002 das Heft in Bern in die Hand genommen. Seit diesem Zeitpunkt ist die Organisation stetig gewachsen und wirtschaftlich erfolgreich geführt worden. Die Angestellten und Spieler erhielten pünktlich jeden Monat die Löhne. Was zwanzig Jahre vorher nicht der Fall war.

Die Misswirtschaft unter Fischer/Bickel – zwölf Millionen Ausgaben bei vier Millionen Einnahmen – wurde beendet. Knall auf Fall, weil Unregelmässigkeiten in der Geschäftsführung nachgewiesen wurden. Dank der Grosszügigkeit der Investoren, die ein schnelles Ende herbeiwünschten, kamen sie ohne Prozess, mit einem Vergleich, davon. Die Investoren stopften drei Jahre die Löcher, bis zur Eröffnung, in Millionenhöhe. Ist das eine Schande? Das Stadion wurde zum «Schmuckkasten», dem Mittelpunkt von Bern und setzte marketingmässig neue Massstäbe in der Schweiz. Ohne die Geldgeber gäbe es YB nicht mehr!

Als Niedermaier die Organisation und den Traumjob übernahm, standen die Struktur und die Organisation – wenn auch noch mit Verbesserungsmöglichkeiten und Mängeln. Aber um diese zu beseitigen, wurde er auch angestellt. Er hat es aber verpasst, als Quereinsteiger die sportlichen Belange in die richtigen Bahnen zu leiten, weil er sich selber als Mister YB sah und keine starken Nebenspieler duldete. Der Zufall, das Einschlagen von Doumbia (als Ergänzungsspieler und Ersatzspieler geholt) und die glückliche Konstellation mit Petkovic (als Dritte-Wahl-Trainer) und der tollen Vorrunde haben zur Überschätzung und Blindheit geführt, die schlussendlich im Versagen im Meisterschaftsendspurt gipfelte, für die nicht nur der Trainer und die Spieler, sondern in erster Linie die Führung die Verantwortung trägt. Die unsägliche Geschichte um den Doumbia-Transfer und die damit verbundene Verärgerung des Führungsspielers Yapi führte zum Saison-Abschluss-Kollaps. Dem FCB wurde der Titel geschenkt!

Dass Niedermaier in mancher Hinsicht, vor allem in der Betreuung der Fans und der Presse (aus Eigeninteresse, ähnlich wie vorher Bickel/Fischer) wie man jetzt in den Berner Medien feststellt, einen guten Job machte, steht ausser Zweifel. Aber es gibt noch andere, wichtigere Aufgaben und Ansprüche, die nicht so medienwirksam sind, um diesen anspruchsvollen, einzigartigen Job in der Schweiz ausführen zu können. Und es gibt auf dieser Strecke auch Opfer, denen es im Auftrag von Niedermaier genau gleich ging, wie ihm jetzt selber. Und die weinen auch nicht über seinen Abgang! Dass sich nun Herr Ruch in Anbetracht der tollen Leistung, die den Investoren über Jahre zu verdanken ist, so einseitig wie damals bei Fischer/Bickel für Niedermaier ins Zeug legt, schliesst seine Lernfähigkeit aus. Aber Dummheit ist ja nicht strafbar! Peter Jauch, Ehemaliger CEO, Stade de Suisse in Bern

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch