«Der Gesundheitswahn rund ums Essen nervt!»

Aufgeschnappt

Welche Nahrungsmittel tun uns gut? Von welchen sollte man die Finger (respektive die Gabel) lassen? Mit beinahe religiösem Eifer wird Essen heute thematisiert. Wie denken Sie darüber, liebe Leserinnen und Leser?

Gesund? Ungesund? Umweltverträglich? Lebensmittel polarisieren zusehends. Fotos: Bildarchiv «Tages-Anzeiger»

Gesund? Ungesund? Umweltverträglich? Lebensmittel polarisieren zusehends. Fotos: Bildarchiv «Tages-Anzeiger»

Kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo eine neue Studie, ein Ratgeber oder ein Buch rund ums Thema Ernährung publiziert wird. Und beinahe inflationär steht die Gesundheit im Zentrum, werden gewisse Lebensmittel verdammt – oder aber hochgejubelt.

Titel wie «Iss dich vollwertig gesund», «Unterwegs gesund essen» oder mit viel ­Pathos gar «Gesund essen, die Welt retten» reflektieren die Sichtweisen der Autorinnen und Autoren. Oft wird der eigene Standpunkt beinahe sektiererisch vertreten. Und das Thema Gesundheit in Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme zu einer Art Religion erhoben.

Immer häufiger kritisiert: Klassische Fleischgerichte. 640 Bildlegende nach Halbgeviert bitte zwei Zeilen.

«Itz längts», sagte sich «Forum»-Leser Beat Hauser aus Bern und rief kurzerhand die Redaktionshotline an. «Dieser Gesundheitswahn rund ums Essen ist kaum mehr auszuhalten. Man weiss ja bald nicht mehr, was man noch essen soll und was nicht. Und all die ‹gescheiten› Empfehlungen ändern immer wieder. Das nervt einfach nur», meint der 60-Jährige.

Und ergänzt: «In zahlreichen Ländern haben die Leute fast nichts zu essen. Aber bei uns macht man ein riesiges Theater um fünf Kalorien mehr oder weniger.» Für ihn ist klar: «Beim Thema Essen und Gesundheit sollte wieder vermehrt der gesunde Menschenverstand mit ins Spiel kommen.»

Nun, liebe Leserinnen, liebe Leser: Wie denken Sie darüber? Wird bei uns tatsächlich zu viel über «falsche Ernährung», «ungesunde Lebensmittel» und dergleichen debattiert?

Oder müsste die Diskussion darüber noch intensiviert und vertieft werden?

Äussern Sie sich, teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Schreiben Sie an redaktion@bernerzeitung.ch oder an BZ Berner Zeitung, Redaktion «Forum», Dammweg 9, Postfach, 3001 Bern (Vermerk: Essen). Geben Sie uns bitte Ihren voll­ständigen Namen, den Wohnort und Ihr Alter an.

Berner Zeitung

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