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Hasenfurz

Panini-Sticker wurden früher wenigstens nur auf dem Pausenplatz getauscht. Aber diese Hasenbildli...

Endlich: Ostern. Jetzt endet die Werbeaktion einer Supermarktkette, deren Name hier nicht genannt werden soll. Wochenlang konnte man Hasenkleberli sammeln, aufkleben und bei voller Karte ein Plüschhasenbaby abholen. Bei jedem Einkauf musste man die Kleberlifrage beantworten und bei einer Verneinung den empörten Blick von Kassierin und Kind ertragen.

Aber das ging ja noch. Das ist Einkaufsalltag. Auch sind derlei Aktionen auf Social-Media-Tauschbörsen immer Thema. Aber diesmal gings richtig hoch her. Tamara B. hat noch drei Kleberli zu vergeben, aber nur gegen Abholung in Grindelwald. Mirjam L. sucht noch vier Stück für ihre «kleine Maus». Barbara K. bietet fünf Kleber im Tausch gegen ein «Päckli Überraschungseier». Heidi W. ist «verzweifelt», weil sie die Karte «einfach nicht vollkriegt».

Jedem Eintrag folgen knallharte Verhandlungen in den Kommentaren bis hin zu Vorwürfen, dass etwa Klein Max seines Lebens nicht mehr froh werde, weil Gisela D. ihre Kleber anderweitig vergeben habe. Und wer schon einen Hasen hat, versucht fiebrig zu tauschen, weil das Töchterchen plötzlich statt des ollen pinkfarbenen einen blauen Hasen will.

Liebe Klebersammlerinnen und Hasenfanatikerinnen (Männer sind in diesen Portalen eine Randerscheinung), schreibt euch das auf die Ostereier: Auch Mütter müssen nicht jeden Hasenfurz mitmachen.

Übrigens habe ich noch drei Kleberli, weil eine Kassierin mein Kopfschütteln ignoriert hat. Nein, ihr kriegt sie nicht.

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