Zum Hauptinhalt springen

LeserreaktionenBilanz der Sondersession: Beschämend

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Der Nationalrat tagte in einer Ausstellungshalle der Bernexpo statt im Bundeshaus. Über das Ergebnis der Debatten sind die Leserinnen und Leser nicht so erfreut.
Der Nationalrat tagte in einer Ausstellungshalle der Bernexpo statt im Bundeshaus. Über das Ergebnis der Debatten sind die Leserinnen und Leser nicht so erfreut.
keystone-sda.ch

Zu «Alec von Graffenried: ‹Geschäfte brauchen einen Totalerlass der Miete›»

Respekt gegenüber Coiffeur und anderen Kunden

Ich bin schockiert darüber, dass der Stadtpräsident von Bern explizit erwähnt, dass sein Coiffeur eine Schutzmaske getragen habe, er selber hingegen nicht. Wer die Stadt Bern repräsentiert, sollte eine Vorbildfunktion haben und mithelfen, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Im Schutzkonzept des Verbands Coiffuresuisse steht ausdrücklich, dass Coiffeur und Kunde beide Masken tragen müssen. Es zeugt von mangelndem Respekt gegenüber seinem Coiffeur sowie den anderen Kunden, dass er keine Hygienemaske getragen hat. Diese dient ja bekanntlich dem Schutz der Gesundheit des Gegenübers. Doch auch den Coiffeur verstehe ich nicht: Er ist verpflichtet, jede Person auf die Maskentragpflicht hinzuweisen, egal ob es sich um den Stadtpräsidenten oder eine andere bekannte Persönlichkeit handelt. Daniel Babey, Köniz

Zitat des Tages

«Es zeugt von mangelndem Respekt, dass Alec von Graffenried keine Maske getragen hat.»

Daniel Babey, Köniz

Zu «Wer von den Corona-Milliarde profitiert»

Ausschüttung der Dividende ist selbstverständlich

Dividende ja oder nein – das Problem gibt es gar nicht. Die Rede ist ja von der Dividende für das gute bis sehr gute Jahr 2019. Ich wüsste von keiner bedeutenderen Firma, die den entsprechenden Betrag nicht längst auf dem Dividendenkonto parkiert hat, bereit zur Ausschüttung, die auch ich selbstverständlich erwarte. Etwas ganz anderes dürfte unter Umständen das Jahr 2020 werden. Je nach Geschäftsgang, Corona-Rückschlägen, Teilzeitarbeit und anderem wird hier das Gespräch zum Dividendenverzicht unter ganz neuem Aspekt zu betrachten sein. Hans Stettler, Olten

Bürgerliche Wischiwaschi-Politik

Beim nicht zustande gekommenen Mietzinserlass für KMU zeigt sich wieder mal die Wischiwaschi-Politik der bürgerlichen Parteien. Bekanntlich stehen sie ja der Wirtschaft so nahe und setzen sich für die KMU ein, wie sie propagieren. Wie damals bei der No-Billag-Initiative. Die Billag-Gebühren könne man den armen KMU nicht zumuten. Das gehe vielen ans Existenzminimum etc. Nun bei den Mietnachlassen in der schwierigen Corona-Zeit lassen die Bürgerlichen die KMU im Regen stehen. Aber eben: Wenn man als SVP- oder FDP-Politiker auf der Vermieterseite steht, so ist einem halt das eigene Hemd am nächsten. Walter Weber, Worblaufen

Milliarden für die Luftfahrt, Brosamen für die Kitas

Die Bilanz nach drei Tagen Sondersession ist dürftig und beschämend – was vorauszusehen war. Einem grossen Teil der Parlamentarier und Parlamentarierinnen ging es primär darum, sich wieder einmal zu zeigen und darzulegen, wie sie alles viel besser gemacht hätten als der Bundesrat und dessen Experten. Zwar hat man die Arbeit des Bundesrats nur selten, dafür zum Teil aber in «schnoddriger» Art und Weise schlechtgemacht, gleichzeitig jedoch selber schlecht gearbeitet. So hat man zum Beispiel für die Luftfahrt Milliarden lockergemacht, die Kitas aber mit Brosamen abgespeist. Die Mieter und Mieterinnen hat man auf «vielleicht später» vertröstet, dafür jenen, die Bundesgelder einsacken, erlaubt, weiterhin Dividenden auszuschütten. Ist es da ein Wunder, wenn die drei Tage Sondersession nicht als besonders positiv bewertet werden und dem Respekt vor dem Parlament nicht ausserordentlich dienlich waren? Hermann Battaglia, Spiez

Auf dem Rastplatz in Wileroltigen stehen Wohnwagen von Fahrenden. Sie kamen trotz geschlossener Grenzen ins Land.
Auf dem Rastplatz in Wileroltigen stehen Wohnwagen von Fahrenden. Sie kamen trotz geschlossener Grenzen ins Land.
Raphael Moser

Zu «Für Arbeit und Verdienst unerlaubt über die Grenze»

Schleierhaft, wie das passieren konnte

Warum ganze Konvois von Fahrenden aus Frankreich ungehindert in die Schweiz einreisen konnten, ist mir schleierhaft. Nun stehen viele von ihnen auf dem Autobahnrastplatz in der Nähe von Wileroltigen, wo sie von der Behörde toleriert werden. Nennt man das Grenzkontrolle? Albrecht Aebi, Gümmenen