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Tiervermittlung Hunde, Katzen und Meerschweinchen suchen neues Zuhause

Tiere aus dem Tierheim Brügg warten auf eine neue Besitzerin oder einen neuen Besitzer. Diese Zeitung hilft am Montag bei der Vermittlung.

Die hier vorgestellten Tiere warten im Tierheim des Tierschutzvereins Biel, Seeland, Jura in Brügg. Wer Interesse hat und die nötige Zeit und Geduld, ein Tier zu betreuen und – im Fall der Hunde – auch zu beschäftigen und zu erziehen, kann sich am ­kommenden Montag, 9. März, von 14 bis 18 Uhr unter dieser Nummer melden: 031 330 36 32

Zuma und Adamo

Adamo, der Malinois-Rüde, und Zuma, die Boxer-Mischlings-Hündin, lebten schon vor der Zeit im Heim zusammen. Sie haben aber in ihrem alten Zuhause nicht viel Gutes erlebt. Sie kamen beide unterernährt im Heim an und werden nun dort aufgefuttert. Ihrem Verhalten nach ist anzunehmen, dass sie eine gewisse Erziehung erhalten haben. Das Hunde-ABC scheint den beiden jedenfalls nicht ganz fremd zu sein, Sitz und Platz haben sie im Repertoire. Adamo ist halt, wie Malinois öfter sind, etwas unruhig, er will unbedingt fleissig sein und etwas leisten, während Zuma das Leben etwas gemütlicher angeht. Beide sind rund sechs Jahre alt, Zuma hat Probleme mit dem Ellenbogen und der Hüfte und bekommt im Heim etwas gegen die Schmerzen.

Joggy

Joggys Mensch ist leider gestorben. So landete der vierzehn Jahre alte Kater im Tierheim, wo er nun auf einen neuen Platz wartet. Er ist ein ganz Besonderer: Er ist nämlich ein Angehöriger der Rasse der British Shorthair. Daher auch seine kurze Nase, die ihm aber leider etliche Probleme bereitet. Darum musste auch sein Auge operiert werden. Und damit es ihm gut geht, braucht er täglich seine Augentropfen und wegen Blasensteinen ein Spezialfutter.

Barney

Wer mit Barney spazieren geht, hat 38 Kilogramm vorne an der Leine. So etwas muss man sich überlegen. Wenn Barney loslegt und in die Leine springt, heisst es, dagegenhalten zu können. Scheinbar haben sich das die Vorbesitzer nicht gut überlegt, und Barney wurde schliesslich beschlagnahmt. Als Mischung zwischen einem American Bully und einen American Staffordshire Terrier ist er ein Listenhund und darf in gewissen Kantonen nur mit Bewilligung gehalten werden. Im Kanton Bern braucht es das nicht, doch das Tierheim selektiert, wem ein solcher Hund anvertraut wird. Barney ist gut drei Jahre alt und muss noch viel lernen. Wer ihn übernimmt, braucht Erfahrung mit solchen Hunden. Das heisst jetzt nicht, das Barney ein ganz böser ist und einen schlechten Charakter hat. Aber mit ihm muss man arbeiten, damit er als Hund in unsere Gesellschaft passt. In seinem Zuhause sollten keine kleinen Kinder und auch keine Katzen leben.

Duke

Keine Angst, Duke ist nicht so gross, wie er auf dem Bild scheint. Die Englische Dogge hat eine Schulterhöhe von rund 35 Zentimetern, und zuvorderst ist halt ein riesiger Kopf. Duke regt sich leider sehr schnell auf. Und wenn er aufgeregt ist, kann er sich kaum noch beruhigen. Er versucht es jeweils, doch seine Mittel sind nicht sehr angenehm für seine Umgebung: Er verbeisst sich in Gegenstände und nimmt sie auseinander. Es heisst also mit dem rund drei Jahre alten Duke zu arbeiten, damit er ruhiger und gelassener werden kann. Er braucht sicher eine gute Auslastung. Und weil er wegen Rücken- und Gelenkproblemen nicht so lange laufen kann, muss er Kopfarbeit leisten. Im Heim ist er auf seine Betreuerin fixiert. Wer also die Nummer eins ist bei Duke, hat sicher ein leichteres Spiel mit ihm. Er braucht eine konsequente Erziehung, dann kann aus ihm ein guter Hund werden.

Jimmy

Kater Jimmy hat eine wunderbare Farbe. Der grau-weisse, freundliche Kater wurde im Heim abgegeben, weil sich seine Leuten scheiden liessen und niemand ihn mehr behalten konnte oder wollte. Er ist elf Jahre alt und sehr an Menschen gewöhnt. Er braucht Zuwendung und ist überhaupt sehr anhänglich. Leider ist Jimmy nicht ganz gesund. Er hat eine Schilddrüsenüberfunktion und Arthrose in der Wirbelsäule. Darum braucht Jimmy jeden Tag seine Medikamente. Das heisst, wer ihn übernimmt, muss täglich mit Kosten von rund vier Franken rechnen, die zum Futter dazukommen. Aber Jimmy geht es damit sehr gut.

Lolo und Lulu

Er und sie beim Fressen vereint. Lolo (er, schwarz-weiss) und Lulu (sie, grau-weiss) sind Widder-Kaninchen und haben darum so süsse Hängeohren. Die beiden wurden ins Heim gebracht, weil niemand mehr Zeit für sie hatte. Vor allem das Fell von Lulu muss regelmässig durchgekämmt werden, sonst verfilzt es. Kaninchen kann man in einem gut strukturierten Gehege gut draussen halten. Sie müssen einen trockenen und isolierten Stall haben und brauchen viel Platz mit verschiedenen Möglichkeiten, sich zu verstecken. Die beiden wollen zusammen bleiben und suchen einen Platz für zwei.

Nero

Nero war ein Büro-Büsi. Er wurde jahrelang von Büro-Mitarbeiterinnen gefüttert und betreut. Jetzt hat sich dieses Büro aufgelöst und Nero hat seine Heimat verloren. Das ist besonders tragisch, weil Kater Nero nicht mehr gut sieht und unter Nierenproblemen leidet. Er braucht darum Spezialfutter. Nero ist 16 Jahre alt und sucht einen Platz für seine letzten Lebensjahre. Er sollte in der Wohnung bleiben, weil er draussen überfordert wäre.

Wanda

War sie die Mitläuferin oder die Initiantin des Ausflugs? Es scheint so, als ob Wanda eher mit Weasley mitgegangen ist. Eh nu, jedenfalls möchten die beiden nach ihrem Ausflug in die Freiheit nun wieder einen warmen Platz und gutes Futter. Auch Wanda ist anhänglich und an Menschen gewöhnt. Weasley und Wanda werden nur zusammen abgegeben. Sie brauchen nicht noch andere Katzen im Haushalt. Beide sollten Freigang haben.

Weasley

Der rote Kater Weasley wurde gefunden. Er war zusammen mit Wanda unterwegs, als er ins Tierheim gebracht wurde. Weasley scheint aber an Menschen gewöhnt zu sein und ist sehr anhänglich. Offenbar scheint er das freie Leben nicht so sehr genossen zu haben. Er lebt lieber behütet und gut gefüttert bei den Menschen. Er und Wanda lieben sich, aber sie streiten auch manchmal, wie das eben so ist, wenn zwei zusammenleben.

Fotos: Nicole Philipp