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Kampf um Projekt

Das Gebiet Geissboden in der Bäuert Schwenden ist bei Unwettern von Überflutung bedroht. Nun soll ein Hochwasserschutzprojekt der Schwellenkorporation Diemtigtal die Gefahr für Mensch und Tier abwenden.

Bei Unwettern droht hier Ungemach: Der Bach Fildrich in Schwenden im Diemtigtal.
Bei Unwettern droht hier Ungemach: Der Bach Fildrich in Schwenden im Diemtigtal.
zvg

Bei jedem grösseren Unwetter lässt der Bach Fildrich im Gebiet Geissboden der Bäuert Schwenden (Gemeinde Diemtigen) Geschiebe liegen. Dadurch wird die Bachsohle aufgefüllt, und es droht Überflutung. «Das Ge­fahrenpotenzial für die dort lebenden Menschen und Tiere ist gross», heisst es in einem Versammlungsprotokoll der Schwellenkorporation Diemtigtal.

Im April 2016 diskutierte der Vorstand unter Präsident Bernhard Meyer erstmals über einen eventuellen Geschieberückhalt Geissboden. Durch das Ingenieurbüro Kissling & Zbinden liess man eine Machbarkeits­studie erstellen.

Im Juni 2016 fand eine Begehung vor Ort mit Vertretern der kantonalen Ämter statt dazu, die Aussichten auf ein subventioniertes Hochwasserschutzprojekt zu prüfen. «Nach Ansicht des Kantons erfüllte der Schutzwert nicht die nötigen Kriterien», besagt das Protokoll.

Aufwendige Suche

Die Suche nach unbestreitbaren Argumenten für das Projekt gestaltete sich aufwendig. Dem engagierten Einsatz der Ingenieurin Lena Bösch (Firma Kissling & Zbinden) war es schliesslich zu verdanken, dass sämtliche Ab­lehnungsgründe der Kantonsvertreter widerlegt werden konnten.

«An der Sitzung vom 16. Juni 2017 konnte Frau Bösch beweisen, dass das Schadenpotenzial eines Jahrhundertunwetters die Summe von über 80 Millionen Franken erreichen könnte», so das Pro­tokoll. Somit war das Projekt de­finitiv kostenwirksam und subventionsberechtigt beim Kanton.

Nur mit Aufforstungsersatz

Doch dann tauchte ein neues Problem auf: Für das Projekt müssen einige bachnahe Bäume entfernt werden. Als Ersatz dafür ver­langte der Kantonsvertreter eine Aufforstungsfläche von etwa 1000 Quadratmetern. Ansonsten würde das Projekt buchstäblich «den Bach hinuntergehen».

Dank der guten Einvernahme von Präsident Meyer mit den Landeigentümern ergab sich spontan eine Lösung: Einwohner Jürg Mani, Obere Matte, erklärte sich bereit, eine Parzelle zur Aufforstung zur Verfügung zu stellen.

An der ordentlichen Haupt­versammlung vom 22. November wurde der Kredit von 391 000 Franken für das Projekt ein­stimmig genehmigt. Vom Kanton ist ein Subventionsbeitrag von ­etwa 60 Prozent zu erwarten.

Im kommenden Frühjahr würden auf den 1000 Quadratmetern Aufforstungsfläche etwa 250 bis 300 junge Fichten gepflanzt, so Bernhard Meyer.

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