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In eigener SacheBerner Zeitung und Bund legen die Redaktionen zusammen

Die Berner Zeitung und der Bund führen auf Oktober 2021 ihre Teams zu einer neuen und schlagkräftigen Redaktion zusammen. Beide Titel werden sich weiterhin unterschiedlich positionieren.

Die neue Chefredaktion (vorne): Patrick Feuz, Regula Fuchs, Simon Bärtschi, Wolf Röcken. Die neuen Ressortleiterinnen und Ressortleiter (hinten): Marcello Odermatt, Sandra Rutschi, Florine Schönmann, Stephan Künzi, Stefan Schnyder, Chantal Desbiolles.
Die neue Chefredaktion (vorne): Patrick Feuz, Regula Fuchs, Simon Bärtschi, Wolf Röcken. Die neuen Ressortleiterinnen und Ressortleiter (hinten): Marcello Odermatt, Sandra Rutschi, Florine Schönmann, Stephan Künzi, Stefan Schnyder, Chantal Desbiolles.
Foto: Beat Mathys

Die Berner Zeitung und der Bund berichten ab Oktober gemeinsam über die Stadt und den Kanton Bern. Durch die Zusammenlegung entsteht eine neue Redaktion mit rund 70 Journalistinnen und Journalisten und hoher journalistischer Kompetenz. Die neue Redaktion BZ und Bund wird das politische und gesellschaftliche Leben aus diversen Blickwinkeln beleuchten und Fragen aufgreifen, die im ganzen Kanton interessieren.

BZ und Bund bleiben eigene Titel, beide behalten auf ihren digitalen Kanälen wie auch in der Zeitung ihre publizistische Ausrichtung und setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Schon heute arbeiten die beiden Berner Titel zusammen, und zwar über das nationale Netzwerk der Tamedia in den Ressorts Schweiz, Ausland, Wirtschaft, Sport, Kultur und Wissen.

Was bedeuten diese Neuerungen für Sie, liebe Leserinnen und Leser? Die Berner Zeitung mit ihren Lokalausgaben und der Bund bleiben separate Angebote, die ihr eigenes Publikum ansprechen, sowohl digital wie auf Papier. Die Berner Zeitung setzt auf eine umfassendere Regionalberichterstattung sowie den Sport, der Bund hat die breitere Ausland- sowie Kulturberichterstattung und stärkt seinen Meinungsteil.

Hintergrund dieses Zusammenschlusses ist der sich rasch vollziehende Strukturwandel in der Medienbranche, von dem auch beide Berner Titel betroffen sind. Die Werbeumsätze und Printauflagen schrumpfen, die Kosten müssen gesenkt werden. Statt dies unabhängig voneinander in beiden Titeln zu tun, setzen wir auf eine gemeinsame Redaktion, um Synergien zu nutzen. Die Zusammenlegung der Teams wird leider mit einem Abbau von insgesamt rund 20 Vollzeitstellen verbunden sein.

Gleichzeitig wollen wir durch den Zusammenschluss den steigenden Ansprüchen der digitalen Leserschaft gerecht werden. BZ und Bund werden den eingeschlagenen erfolgreichen Kurs auf ihren Portalen fortsetzen, mit dem Ziel, noch mehr Leserinnen und Leser für ein Digitalabo zu gewinnen. Die neue Struktur wird uns helfen, den digitalen Journalismus für die Mobilgeräte voran zu treiben. So wollen wir mit einem modernen Storytelling ein neues, junges Berner Publikum ansprechen.

Die neue Leitung von BZ und Bund wird ein gemischtes Team sein. Zur Chefredaktion gehören Simon Bärtschi (Gesamtleitung, Chefredaktor Berner Zeitung), Patrick Feuz (Chefredaktor Der Bund), Regula Fuchs (Kultur, Aus- & Weiterbildung) und Wolf Röcken (Tagesleitungen & Newsmanagement). Unter der Leitung von Patrick Feuz wird zudem das Thema Meinungen und Debatte für die Tamedia-Titel Bund, Tages-Anzeiger und Basler Zeitung neu konzipiert.

Die Ressortleitungen setzen sich zusammen aus Redaktionsmitgliedern von Berner Zeitung und Bund. Chantal Desbiolles, Marcello Odermatt und Stefan Schnyder leiten das neue Ressort «Bern». Sandra Rutschi und Stephan Künzi sind für das Ressort «Region» zuständig, das auch die Redaktionen in Langenthal und Burgdorf umfasst. Das Ressort «Gesellschaft & Kultur» ist bei Regula Fuchs angesiedelt und Florine Schönmann ist verantwortlich für das Ressort Desk/Interaktion.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, wir werden Sie weiterhin mit anregendem, aufwändigem und fairem Journalismus versorgen und danken Ihnen für das Vertrauen und die Treue.

Simon Bärtschi und Patrick Feuz

23 Kommentare
    Niklaus Ramseyer

    Da wird "hohe journalistische Kompetenz" versprochen sowie "aufwändiger und fairer Journalismus". Nur ist halt schon der Titel der Geschichte knapp an den Fakten (Schreiben was ist!) vorbei. Zwar nicht gerade falsch (fake) – aber doch leicht verschleiernd und beschönigend: "Berner Zeitung und Bund legen Redaktionen zusammen", suggeriert ja wohl, dass in Bern (im schönen Saal über dem "Äusseren Stand" etwa) die Chefetagen der beiden "Berner" Blätter zusammen gesessen wären – und nach eingehenden Debatten nolens volens eine gemeinsame Redaktion (im längst gemeinsamen Haus am Dammweg) beschlossen hätten. War leider sicher nicht so. Denn der Titel hätte "journalistisch komptent" und korrekt "fairer" Weise heissen müssen: "Zürcher legen jetzt auch Redaktionen von Berner Zeitung und Bund zusammen." N. Ramseyer, BERN