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Ausfälle beim PflegepersonalBerner Heime brauchen zusätzliches Personal

In zahlreichen Berner Alters- und Pflegeheimen fällt wegen des Coronavirus Personal aus. Die Heime seien dringend auf zusätzliche Fachkräfte angewiesen, teilt die Kantonsverwaltung mit.

Etwa ein Fünftel der Alters- und Pflegeheime im Kanton Bern sind aktuell von Corona-Infektionen betroffen. (Symbolbild)
Etwa ein Fünftel der Alters- und Pflegeheime im Kanton Bern sind aktuell von Corona-Infektionen betroffen. (Symbolbild)
Foto: Keystone

Im Kanton Bern sind derzeit 61 der knapp 300 Alters- und Pflegeheime von Corona-Infektionen betroffen. In gewissen Heimen fallen bis zu 50 Prozent der Angestellten aus. Das bedeutet laut einer Mitteilung der Kantonsverwaltung, dass gewisse Heime «dringend» auf zusätzliches Personal angewiesen sind.

In der Mitteilung der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) steht, dass momentan 455 von rund 13'000 Personen aus dem Pflege- und Betreuungsbereich ausfallen würden. Somit würden den Heimen wichtige Ressourcen fehlen. Ausserdem befinden sich rund 200 Mitarbeitende der Spitäler des Kantons Bern in Isolation oder Quarantäne.

Die GSI bittet Personen mit einer Ausbildung und/oder Erfahrung in den Pflege- und Gesundheitsberufen, die heute nicht mehr im Beruf tätig sind, in den Heimen und Spitälern für beschränkte Zeit auszuhelfen. Für solche Einsätze hat sie eine digitale Stellenvermittlungsplattform eingerichtet.

Das Spitalamt hat die Spitäler des Kantons aufgefordert, sich auf die Phase «Orange» vorzubereiten. In dieser Phase werden die Aufgaben der Spitäler neu geordnet. Die Verfügbarkeit von Normal- und Intensivbetten wird weiter erhöht. Damit diese Kapazitäten frei werden, müssen alle planbaren Eingriffe verschoben werden, wenn dies medizinisch vertretbar ist.

Contact Tracing funktioniert wieder

Durch die Verstärkung des Contact-Tracing-Teams ist es dem Kanton Bern seit dieser Woche wieder möglich, alle Isolationspersonen rasch telefonisch zu erreichen. Damit sei das Contact Tracing im Kanton Bern wieder sichergestellt, schreibt die Direktion GSI.

SDA/msc

3 Kommentare
    Rosa Grimm

    Sollen doch jetzt all die Politiker antreten, die immer gegen eine bessere Entlohnung der Pflegenden war. Allen voran Frau Hummel!!