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Smarties auf Rädern

Der Trabant gilt als DDR-Relikt, man schimpft ihn «Gehhilfe» und «Umweltsünder». Doch selbst in Zürich hat das 24-PS-Gefährt eine eingeschworene Fangemeinde.

«Dieses Auto ist ein Wunder»: Reinhard Müller (vorne) und sein Ferrari-rotes Trabi-Cabriolet.
«Dieses Auto ist ein Wunder»: Reinhard Müller (vorne) und sein Ferrari-rotes Trabi-Cabriolet.
Reto Oeschger

Der Ferrari-Fahrer auf der Autobahn Richtung Wädenswil gibt noch einmal richtig Gas, als er Reinhard Müller sieht, der mit 90 Stundenkilometern auf der rechten Spur vor sich hin tuckert. Dabei fährt der 62-Jährige ein Cabrio, es ist knallrot, genau wie der Ferrari. Trotzdem kann Müller mit diesem protzigen Geröhre nicht mithalten. Sein Auto knattert und klappert, es ist der Stinkbolzen, die Gehhilfe, der Duroplastbomber, die Rennpappe, der Arbeiter-undBauern-Mercedes – ein Trabant 601, Jahrgang 1963.

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