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Fotografieren verboten

In Pebble Beach zeigte Bentley den offenen Mulsanne – formhalber noch als Studie

Weil man die Studie des offenen Mulsanne nicht fotografieren durfte, veröffentlichte Bentley diese llustration.
Weil man die Studie des offenen Mulsanne nicht fotografieren durfte, veröffentlichte Bentley diese llustration.
Bentley

Wer einen Bentley fährt, der steht ohnehin auf der Sonnenseite des Lebens. Und mit etwas Glück kann man diese Sonne bald wieder richtig geniessen. Denn Jahre nach dem Ende des Azure liebäugeln die Briten jetzt mit einem neuen Cabrio. Beim Oldtimer-Concours in Pebble Beach haben sie deshalb streng vertraulich und bei absolutem Fotoverbot eine offene Version des Mulsanne gezeigt, die nur noch der Form halber als Studie läuft.

Zehn Prozent teurer

Zwar wolle die VW-Tochter erst das Feedback der erlauchten Kundschaft abwarten, und ein wenig Arbeit für Techniker und Designer gibt es auch noch. Doch lässt der scheidende Firmenchef Wolfgang Dürheimer keinen Zweifel daran, dass die luxuriöse Luftnummer in etwa zwei Jahren pünktlich zum Facelift des Mulsanne in Serie gehen wird. Selbst einen Preis hat er schon im Kopf. Noch nicht auf Franken und Rappen, aber als Kalkulationsgrundlage: «Zehn Prozent Aufschlag zur Limousine scheinen mir vernünftig», sagt Dürheimer. Und genauer muss man es in dieser Klasse auch gar nicht wissen. Denn ob das Auto dann 460 000 oder 480 000 Franken kostet, spielt bei diesen Kunden keine Rolle. Wichtig ist nur, dass er über dem angekündigten Cabrio der nächsten Mercedes S-Klasse und unter dem Drophead Coupé des Rolls-Royce Phantom liegt. Und das steht mit 654 000 Franken in der Liste.

Obwohl das Cabrio in kaum mehr als einem halben Jahr entwickelt wurde, ist es nicht nur eine Limousine ohne Dach. Natürlich hat der offene Mulsanne nur zwei Türen und wurde zudem für elegantere Proportionen in Länge und Radstand um 15 Zentimeter gekürzt. Trotzdem ist der Wagen ein echter 4-Sitzer, der auf neuen Sesseln und einer hübschen Chaiselongue im Fond bequem Platz für eine luftig-luxuriöse Landpartie bietet. Und falls sich zwischendurch doch mal der Himmel verdunkeln sollte, genügt ein Knopfdruck, damit sich das riesige Stoffdach majestätisch und gemächlich aus dem Verdeckkasten faltet und bis zur Frontscheibe spannt.

LED-Schauspiel und 512 PS

Wie immer bei den Briten geht es natürlich auch beim Cabrio um die Liebe zum Detail. So hat das Auto innen auf der Gürtellinie eine rundumlaufende Holzleiste, die an den Bootsbau erinnert. Zum bequemen Aussteigen gibt es an den Flanken im Fond riesige Haltegriffe im schmucken Ledertrimm, und den Verdeckkasten haben die Engländer mit einem theatralischen LED-Schauspiel illuminiert.

In Fahrt bringt den Luxusdampfer jener Motor, der seit Urzeiten in jedem grossen Bentley steckt – der 6,75-Liter-V8 mit 512 PS. Weil die rare Konkurrenz in diesem Segment nur mit zwölf Zylindern fährt und viele Kunden nicht verstehen, weshalb es im Continental einen W12 und im grösseren Mulsanne nur einen V8 zu kaufen gibt, wird demnächst wohl auch das Flaggschiff zum Zwölfender aufgerüstet. (tg)

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