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Obama und Romney nehmen sich auf die Schippe

Kurze Pause vom gehässigen Wahlkampf: Die katholische Kirche rief zur Benefizgala, der US-Präsident und sein Herausforderer waren zur Stelle. Sie amüsierten sich prächtig.

«Ich ging in ein paar Geschäfte einkaufen, während Romney ein paar Geschäfte einkaufen ging»: Kardinal Timothy Dolan (Mitte) amüsiert sich prächtig über die Spässe von Barack Obama und Mitt Romney.
«Ich ging in ein paar Geschäfte einkaufen, während Romney ein paar Geschäfte einkaufen ging»: Kardinal Timothy Dolan (Mitte) amüsiert sich prächtig über die Spässe von Barack Obama und Mitt Romney.
Keystone
«Ich hatte eigentlich gehofft, dass Joe Biden heute dabei wäre – er lacht ja über alles»: Romney bei seiner Ansprache bei der Benefizgala der katholischen Kirche.
«Ich hatte eigentlich gehofft, dass Joe Biden heute dabei wäre – er lacht ja über alles»: Romney bei seiner Ansprache bei der Benefizgala der katholischen Kirche.
Keystone
...und begeistern die Gäste der Benefizveranstaltung im Hotel Waldorf Astoria in New York.
...und begeistern die Gäste der Benefizveranstaltung im Hotel Waldorf Astoria in New York.
AFP
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Nur zwei Tage nach ihrem jüngsten Fernsehduell sind US-Präsident Barack Obama und sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney gestern Abend zu einem erneuten Schlagabtausch aufeinandergetroffen. Diesmal allerdings zu einer Debatte der launigen Art.

Anlässlich einer Benefizveranstaltung der katholischen Erzdiözese in New York nahmen beide Politiker sich und den jeweils anderen auf die Schippe. In Anspielung auf seine schwache Leistung in der ersten Runde der insgesamt drei Fernsehdebatten sagte Obama: «Ich war bei der zweiten TV-Debatte so aktiv – weil ich von dem Nickerchen bei der ersten Debatte gut ausgeruht war.»

Obama, der im Hotel Waldorf Astoria in New York ebenso wie Romney mit Smoking und weisser Fliege auftrat, spielte zugleich auf den Reichtum des Multimillionärs Romney an. «Ich war heute in Midtown New York in ein paar Geschäften einkaufen, während Gouverneur Romney ein paar Geschäfte einkaufen war», sagte Obama.

«Er hat Bill Clinton»

Zuvor hatte bereits Romney bei dem Abendessen zugunsten bedürftiger Kinder seine Rede gehalten und dabei festgestellt, dass beide Kandidaten wichtige Personen hätten, auf die sie sich verlassen könnten: «Ich habe meine wunderschöne Frau Ann, er hat Bill Clinton.»

Das Al-Smith-Dinner ist eine Wohltätigkeitsveranstaltung, zu der der katholische Bischof von New York traditionell in der Hochphase des US-Präsidentenwahlkampfes einlädt. Zu den Gästen zählten diesmal unter anderem der ehemalige Aussenminister Henry Kissinger. Wie verlautet, wurden diesmal Spenden in Höhe von fünf Millionen Dollar eingenommen.

Ann Romney: Sieg oder Rückzug

Wenn Mitt Romney sich bei der Wahl nicht gegen Barack Obama durchsetzt, wird er nach den Worten seiner Frau aus der Politik ausscheiden. «Absolut, er wird nicht noch einmal ins Rennen gehen», sagte Ann Romney gestern in der ABC-Talkshow «The View». Die Wahl findet am 6. November statt.

Ann Romney äusserte sich reserviert über den Wahlkampf und seine Begleiterscheinungen. Die Angriffe der politischen Gegner auf ihren Mann setzten ihr hart zu, sagte Ann Romney. Aber sie finde, dass ihr Mann überzeugende Ideen habe und «dem Land etwas geben» könne, was «einzigartig» sei. Ann Romney steht im Wahlkampf seit Monaten an der Seite ihres Mannes.

sda/AFP/rub

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