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Trump trifft die Queen – und macht einen Bogen um London

Der US-Präsident bespricht sich kommende Woche mit der Queen und Theresa May. Den geplanten Protesten in London weicht er aus.

Die Königin mit dem Federhut: Queen Elizabeth II.verlässt den Thistle Service in Edinburgh.
Die Königin mit dem Federhut: Queen Elizabeth II.verlässt den Thistle Service in Edinburgh.
AFP

Bei seinem bevorstehenden Besuch in Grossbritannien beschränkt US-Präsident Donald Trump den Aufenthalt in der Hauptstadt London, wo grosse Protestmärsche gegen ihn geplant sind, auf ein Mindestmass. Nach Angaben der britischen Regierung kommt Trump am Donnerstag zunächst zu einem Dinner mit Wirtschaftsvertretern im Blenheim Palace, dem Geburtshaus des früheren Premierministers Winston Churchill nahe Oxford. Die Nacht verbringt das Präsidentenpaar dann in der Residenz des amerikanischen Botschafters in London.

Am Freitag soll Trump mit Premierministerin Theresa May zusammenkommen. Ort des Treffens ist Mays Landsitz Chequers bei London. Danach ist ein Besuch von Trump und seiner Ehefrau Melania bei Königin Elizabeth II. auf Schloss Windsor ausserhalb von London geplant. Von Freitagabend bis Sonntag werden die Trumps dann in Schottland sein - vermutlich in Trumps Luxus-Golfclub Turnberry.

Eine britische Regierungssprecherin bestritt, dass Trump einen Bogen um London mache, um den erwarteten Demonstrationen auszuweichen. Die Orte für die Unterredungen ausserhalb der Hauptstadt seien gewählt worden, um die Gespräche in informeller Atmosphäre abhalten zu können. Als eine Protestaktion gegen Trump soll während seines Besuchs ein riesiger Ballon in Form eines Babys in Windeln mit dem Gesicht des Präsidenten über London schweben.

Von May zu Putin

Wichtigstes Anliegen der Gastgeber ist ein Freihandelsabkommen mit den USA, das nach dem EU-Austritt Grossbritanniens die Handelsbeziehungen beleben soll. May strebe ein «ehrgeiziges Abkommen» mit den USA an, sagte die Sprecherin. «Trumps Besuch ist ein wichtiger Moment, um unser enges Verhältnis zu würdigen.»

Auch Trump wolle «so schnell wie möglich» ein bilaterales Handelsabkommen, sagte der US-Botschafter in London, Woody Johnson. Der Brexit sei «eine einmalige Chance für Grossbritannien, den Kurs zu ändern», sagte der Diplomat. Beide Seiten seien bereits in Gesprächen über ein Handelsabkommen.

Vor seinem Besuch auf der Insel ist Trump beim Nato-Gipfel in Brüssel. Von Schottland aus reist er nach Helsinki weiter, wo ein Treffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin geplant ist.

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