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Wer greift einen griechischen Tanker aus der Luft an?

Vor der libyschen Küste beschossen Kampfjets ein Schiff mit 12'600 Tonnen Öl. Zwei Matrosen sterben.

Bei einem Luftangriff auf einen Tanker vor Libyen sind nach griechischen Angaben zwei Besatzungsmitglieder getötet worden. Zwei weitere Seeleute seien verletzt worden, teilte die griechische Küstenwache mit.

Der schwerwiegende Zwischenfall habe sich gestern ereignet. Welche der seit Monaten um die Vorherrschaft in dem nordafrikanischen Land kämpfenden Gruppen den Angriff ausführte, war zunächst unbekannt.

Kein Öl ausgelaufen

12'600 Tonnen Rohöl hat der Tanker geladen. Nach dem Beschuss sei kein Öl ausgelaufen, hiess es von Seiten der Reederei.

Der einer griechischen Reederei gehörende und unter Flagge Liberias fahrende Tanker Araevo habe vor der Hafenstadt Derna vor Anker gelegen. Die Besatzung, insgesamt 26 Seeleute, stamme aus Griechenland, Rumänien und von den Philippinen. Derna ist eine Hochburg islamischer Extremisten.

Ex-General mit Kampfjets

Die Kämpfe zwischen Islamisten und nationalistischen Kräften um die wichtigsten Ölhäfen Libyens waren zuletzt weiter eskaliert. Dabei waren auch Kampfflugzeuge von Einheiten des ehemaligen Generals Chalifa Haftar gegen Islamisten im Einsatz.

Die bewaffneten Gruppen sind aus den Revolutionsbrigaden hervorgegangen, die 2011 den Aufstand gegen den Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi bestimmten. Jetzt bekämpfen sie sich gegenseitig.

Islamisten ins Land geschleust?

Die militärischen Einheiten, die unter der Kontrolle der international anerkannten Regierung stehen, verneinten jegliche Teilnahme an dem Luftangriff auf den Tanker. Allerdings vermutet die Regierung, dass auf dem Tanker auch Islamisten ins Land geschleust werden.

SDA

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