Zum Hauptinhalt springen

UNO-Vermittler trifft Assad – und warnt vor Flächenbrand

Der Nachfolger von Kofi Annan, Lakhdar Brahimi, spricht zurzeit in Syrien mit den verfeindeten Konfliktparteien. Er beobachtet eine Verschlimmerung der Krise und Folgen für die ganze Region.

Der Sondervermittler schlägt Alarm: Lakhdar Brahimi im Gespräch mit Syriens Präsident Assad. (15. September 2012)
Der Sondervermittler schlägt Alarm: Lakhdar Brahimi im Gespräch mit Syriens Präsident Assad. (15. September 2012)
Keystone

Bei seinem ersten Besuch in Damaskus hat der UNO-Sondergesandte Lakhdar Brahimi die Krise in Syrien als «sehr ernst und gefährlich» bezeichnet. Nach seinem ersten Treffen mit Präsident Baschar Assad räumte Brahimi ein, er habe noch keinen Plan zur Lösung des Konflikts.

Brahimi kündigte an, einen Arbeitsplan zu entwickeln, sobald er mit allen beteiligten Gruppen gesprochen habe. Er warnte vor einer Verschärfung des Konflikts. Die Kluft zwischen den politischen Parteien werde immer grösser, sagte er. Der Konflikt sei nicht nur eine Gefahr für das syrische Volk, sondern für die «gesamte Welt».

Nach seinem Besuch in Damaskus wollte er nach eigenen Angaben nach New York reisen und anschliessend alle Länder besuchen, die über die Lage in Syrien besorgt sind.

Assad zeigt sich kompromissbereit

Assad zeigte sich seinerseits kooperationsbereit, wie es in einer vom Präsidentenpalast verbreiteten Mitteilung hiess. Allerdings habe er zugleich betont, dass die politischen Massnahmen nur dann Erfolg haben könnten, wenn auf Länder Druck ausgeübt werde, die «Terroristen» mit Waffen versorgten. Syrien wirft arabischen Golfstaaten und den USA vor, die als «Terroristen» bezeichneten Aufständischen mit Waffen zu versorgen.

Die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen forderten derweil weitere Todesopfer. Nach Angaben von Oppositionellen kamen dabei mindestens 35 Menschen in den Provinzen Aleppo und Idlib ums Leben. Berichte aus Syrien sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen, da der Zugang zu den umkämpften Gebieten von der Regierung eingeschränkt wird.

Brahimi reiste am Wochenende zum ersten Mal nach Syrien, seit er das Amt des UNO-Sondergesandten Ende August von seinem Vorgänger Kofi Annan übernommen hat. Der Algerier hatte seinen Vermittlungsauftrag kürzlich selbst als «nahezu unmöglich» bezeichnet.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch