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UNO wirft Assad-Regime Chemiewaffeneinsatz vor

Im März 2015 warf die syrische Armee einen Behälter mit Chlorgas über dem Dorf Kmenas ab. Zu diesem Schluss kommt eine UNO-Untersuchungskommisson.

Mehrere Anschläge können keinem Verantwortlichen zugeordnet werden: Ein Baby wird in einem Spital in der Provinz Idlib nach einem mutmasslichen Chemiewaffeneinsatz behandelt. (Archivbild)
Mehrere Anschläge können keinem Verantwortlichen zugeordnet werden: Ein Baby wird in einem Spital in der Provinz Idlib nach einem mutmasslichen Chemiewaffeneinsatz behandelt. (Archivbild)
Keystone

Eine Untersuchungskommission der Vereinten Nationen hat der syrischen Armee einen weiteren Chemiewaffenangriff vorgeworfen. Die Armee habe das Dorf Kmenas in der Provinz Idlib Mitte März 2015 mit Chemiewaffen angegriffen.

Alles weise darauf hin, dass ein syrischer Armeehelikopter über Kmenas einen Behälter abgeworfen habe, der beim Auftreffen auf den Boden eine giftige Substanz freigesetzt habe, hiess es in einem am Freitag dem UNO-Sicherheitsrat in New York vorgelegten Bericht der Experten. Gemäss den Symptomen der Opfer habe es sich vermutlich um Chlorgas gehandelt.

Gasbehälter «entfernt»

Bei einem anderen Angriff auf den Ort Kfar Zita konnten die Ermittler dagegen keinen Verantwortlichen bestimmen, da die dabei eingesetzten Gasbehälter «entfernt worden» seien. Auch die Verantwortung für zwei weitere Chemiewaffenangriffe in derselben Provinz im März 2015 sowie im April 2014 konnte nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden.

Bereits in einem im August veröffentlichten Bericht waren die UNO-Experten zu dem Schluss gekommen, dass syrische Militärhelikopter im April 2014 sowie im März 2015 Chlorgas über zwei Orten in der Provinz Idlib abgeworfen hatten. Gleichzeitig machten die Experten die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für einen Angriff mit Senfgas in der nördlichen Region von Aleppo verantwortlich.

SDA/chk

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