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Terroranschlag in Bagdad

Am Sonntagmorgen hat ein Selbstmordanschlag in der irakischen Hauptstadt mindestens 43 Todesopfer gefordert. Zielscheibe war die Sahwa-Miliz, die seit 2006 Al-Kaida bekämpft.

Bei einem Selbstmordanschlag auf irakische Sicherheitskräfte nahe der Hauptstadt Bagdad sind am Sonntag mindestens 43 Menschen getötet worden. Weitere 40 Menschen wurden bei dem Attentat vor einem Militärstützpunkt in Radwanija 25 Kilometer von Bagdad entfernt verletzt. Das verlautete aus dem Innen- und dem Verteidigungsministerium. Ein Attentäter habe sich am Morgen vor dem Haupteingang der Militärbasis in die Luft gesprengt.

Zu dem Zeitpunkt seien dort Mitglieder der sunnitischen Sahwa-Miliz, die gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida vorgeht, versammelt gewesen, um sich ihren Lohn auszahlen zu lassen. Bei den meisten Opfern handelte es sich den Angaben zufolge um Sahwa-Kämpfer.

Die Miliz, die auch als Söhne des Irak bekannt ist, hatte Ende 2006 mit US-Unterstützung den bewaffneten Kampf gegen Al-Kaida aufgenommen. Seit Oktober 2008 stehen die Milizionäre unter irakischem Kommando. Im vergangenen halben Jahr waren immer wieder Sahwa-Kämpfer und ihre Angehörigen bei Racheakten getötet worden.

(SDA)

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