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Syrische Rebellen töten 60 Schiiten

Die Bewohner eines Dorfes im Osten Syriens wurden von syrischen Rebellen angegriffen. Diese rächten den Tod von zwei Kameraden. Bei einem Doppelanschlag in Damaskus kamen 14 Menschen ums Leben.

Doppelanschlag in Damaskus: Männer untersuchen die Explosionsstelle. (11. Juni 2013)
Doppelanschlag in Damaskus: Männer untersuchen die Explosionsstelle. (11. Juni 2013)
AFP

Bei Kämpfen mit syrischen Rebellen sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mindestens 60 Schiiten getötet worden. Die Bewohner eines Dorfes im Osten Syriens hätten am Montag einen nahe gelegenen Rebellenposten angegriffen und dabei zwei Rebellen getötet, erklärte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag. Bei einer Gegenattacke der Rebellen seien dann mindestens 60 schiitische Dorfbewohner ums Leben gekommen.

Die meisten der Opfer seien «Kämpfer» gewesen, erklärte der Direktor der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Demnach ereigneten sich die Gefechte in der hauptsächlich von Sunniten bewohnten Ortschaft Hatlah in der Provinz Deir Essor. Dabei seien auch mindestens zehn Rebellen getötet worden.

Gegenseitige Vorwürfe

Im Kampf gegen den seit mehr als zwei Jahren andauernden Aufstand hat die syrische Regierung in einigen Landesteilen örtliche Milizen gebildet, trainiert und bewaffnet. Der syrische Präsident Bashar al-Assad gehört den Alawiten an, einer Untergruppe der Schiiten. Seit einiger Zeit kämpft die schiitische Hisbollah-Miliz aus dem Libanon an der Seite der syrischen Regierungstruppen.

Der Grossteil der syrischen Bevölkerung sowie die Aufständischen sind dagegen Sunniten. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, Massaker an anderen religiösen Gemeinschaften verübt zu haben.

Doppelanschlag in Damaskus

Die Gewalt hatte auch am Dienstag Syrien unvermindert im Griff: In der Hauptstadt Damaskus wurden bei einem schweren Doppelanschlag mindestens 14 Menschen getötet, wie das Staatsfernsehen berichtete. Im Norden bombardierten die Regierungstruppen mehrere Ortschaften in der Provinz Aleppo und versuchten, die Rebellen aus einem strategisch wichtigen Militärflughafen zu vertreiben.

Über die Lage in dem Bürgerkriegsland wollten am Mittwoch US-Aussenminister John Kerry und sein britischer Kollege William Hague in Washington beraten. Während London und Paris Waffenlieferungen an die Rebellen erwägen, wollen die USA dies bislang nicht tun.

(AFP)

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