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Schüsse auf Polizisten in al-Nimrs Geburtsort

Nach der Hinrichtung eines Geistlichen kam es in der saudiarabischen Stadt Awamija zu «terroristischen» Aktionen. Ein Zivilist wurde getötet, ein Kind verletzt.

Iran-Präsident Hassan Rohani hat Saudiarabien scharf kritisiert. Die saudische Regierung habe die diplomatischen Beziehungen zur Islamischen Republik abgebrochen, «um ihre Verbrechen zu vertuschen», sagte er.
Iran-Präsident Hassan Rohani hat Saudiarabien scharf kritisiert. Die saudische Regierung habe die diplomatischen Beziehungen zur Islamischen Republik abgebrochen, «um ihre Verbrechen zu vertuschen», sagte er.
Keystone
Welt in Aufruhr: Schiitische Demonstranten monieren die Hinrichtung ihres Geistlichen Nimr al-Nimr durch Saudiarabien. (4.1.2015)
Welt in Aufruhr: Schiitische Demonstranten monieren die Hinrichtung ihres Geistlichen Nimr al-Nimr durch Saudiarabien. (4.1.2015)
Haidar Mohammed Ali, AFP
Eine Anhägerin der shiitischen Huti-Miliz im Jemen demonstriert für Nimr vor der saudischen Botschaft in Sanaa. (18. Oktober 2014)
Eine Anhägerin der shiitischen Huti-Miliz im Jemen demonstriert für Nimr vor der saudischen Botschaft in Sanaa. (18. Oktober 2014)
Yahya Arhab, Keystone
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Bei einer Schiesserei in der saudiarabischen Geburtsstadt des hingerichteten schiitischen Geistlichen Scheich Nimr Baker al-Nimr sind ein Zivilist getötet und ein Kind verletzt worden. Wie die amtliche Nachrichtenagentur SPA am Montag unter Berufung auf die örtliche Polizei berichtete, kamen die Beamten in der Stadt Awamija im ölreichen Osten des Landes am späten Sonntagabend unter «schweren» Beschuss.

Dem Bericht zufolge gab es unter den Polizisten keine Opfer. Wer die Schüsse abfeuerte, war zunächst unklar. In sozialen Netzwerken wurde der getötete Zivilist als «Märtyrer» gefeiert. Einige Internetnutzer gaben an, er sei von saudiarabischen Sicherheitskräften getötet worden. Das wurde von unabhängiger Seite zunächst nicht bestätigt.

Kind ausser Lebensgefahr

Der Nachrichtenagentur SPA zufolge wurden Ermittlungen eingeleitet, die Sicherheitskräfte fahndeten demnach intensiv nach den Verantwortlichen der «terroristischen» Aktionen. Das verletzte Kind wurde ins Krankenhaus gebracht, es schwebte nicht in Lebensgefahr.

Die Hinrichtung des 56-jährigen al-Nimr und dutzender weiterer Terrorverdächtiger am Samstag in Saudiarabien hatte zu schweren Spannungen in der Region geführt und massive Kritik aus dem Westen hervorgerufen. Besonders angespannt ist die Situation zwischen den rivalisierenden Regionalmächten Saudiarabien und Iran. Die Regierung in Riad verkündete am Sonntagabend den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Teheran.

SDA/dia

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