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Schlüsselfigur des Saddam-Regimes offenbar tot

Der frühere Stellvertreter Saddam Husseins, der sich mittlerweile dem Islamischen Staat angeschlossen hat, soll zusammen mit seinen Leibwächtern erschossen worden sein.

DNA-Analyse steht noch aus: Isset Ibrahim al-Duri salutiert während einer Zeremonie in Bagdad. (Archivbild)
DNA-Analyse steht noch aus: Isset Ibrahim al-Duri salutiert während einer Zeremonie in Bagdad. (Archivbild)

Die irakischen Streitkräfte und mit ihr verbündete schiitische Milizen haben offenbar den früheren Stellvertreter von Diktator Saddam Hussein getötet. Der mittlerweile zur Terrormiliz Islamischer Staat gewechselte Isset Ibrahim al-Duri und neun Leibwächter seien erschossen worden, als sie am Freitagmorgen östlich der Stadt Tikrit in einem Konvoi unterwegs waren, sagte ein regionaler Kommandeur dem irakischen Staatsfernsehen.

Mit einer DNA-Analyse soll die Identität des Toten nun zweifelsfrei festgestellt werden. Al-Duri war auf einem Kartensatz der US-Streitkräfte zu Zeiten der Invasion im Irak als Kreuzkönig ausgewiesen – mithilfe der Karten sollten die Soldaten Schlüsselfiguren des Saddam-Regimes erkennen.

Grossangriff von Extremisten

Tikrit selbst, die Hauptstadt der Provinz Salahuddin, hatten irakische Truppen und ihre Verbündeten unterstützt von Luftangriffen der internationalen Allianz vor kurzem vom IS zurückerobert. Am Freitag meldeten sie weitere Erfolge in ihrer Offensive gegen die Terrormiliz. Ein umkämpftes Gebiet südlich der grössten irakischen Ölraffinerie bei Baidschi sei erobert worden, teilte General Ajad al-Lahabi mit. ZweiStädte, Al-Malha und Al-Masraa, wurden seinen Angaben zufolge eingenommen. Mindestens 160 IS-Kämpfer seien getötet worden.

Die Raffinerie ist seit dieser Woche Ziel eines Grossangriffs der Extremisten. Die Regierungstruppen wollen die gesamte Provinz Salahuddin vom IS zurückerobern, die im vergangenen Sommer an die Terrormiliz gefallen war. Damit kämen sie näher an die zweitgrösste irakische Stadt Mossul heran, die von der Terrormiliz besetzt ist.

In der westirakischen Provinz Anbar hielten die Gefechte zwischen IS-Kämpfern und Regierungstruppen an. Die Lage in der Provinzhauptstadt Ramadi, in der der IS seine Stellungen auszubauen versucht, war zuletzt unklar.

SDA/rar

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