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«Russland bombardiert moderate Rebellen»

Die USA vermuten, dass über 90 Prozent der russischen Luftangriffe in Syrien nicht dem IS oder der al-Qaida gelten. Beschossen werden vor allem moderate Rebellen.

Russland greift mit Raketen vom U-Boot Rostow am Don in den Konflikt in Syrien ein. (9. Dezember 2015)
Russland greift mit Raketen vom U-Boot Rostow am Don in den Konflikt in Syrien ein. (9. Dezember 2015)
AFP
Das U-Boot Rostow am Don wurde ins Mittelmeer verlegt. (Archivbild)
Das U-Boot Rostow am Don wurde ins Mittelmeer verlegt. (Archivbild)
Anatoly Maltsev, Keystone
Zerstörung in Talbiseh nach einem russischen Luftangriff. (30. September 2015)
Zerstörung in Talbiseh nach einem russischen Luftangriff. (30. September 2015)
Syrischer Zivilschutz, Keystone
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Mehr als 90 Prozent der russischen Luftangriffe in Syrien richten sich nach Erkenntnissen der USA nicht gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) oder dem Terrornetzwerk al-Qaida nahestehende Kämpfer. Vielmehr seien moderate Rebellen, die gegen den syrischen Machthaber Bashar al-Assad kämpfen, meist das Ziel der russischen Angriffe, teilte das Aussenministerium am Mittwoch in Washington mit.

Es war das erste Mal, dass die USA offiziell genauere Angaben zu den russischen Angriffen in Syrien machten, die sich nach Angaben Moskaus gegen «terroristische Gruppen» wie den IS richten.

«Mehr als 90 Prozent der Luftangriffe, die wir bisher registriert haben, waren nicht gegen den IS oder al-Qaida-nahe Terroristen gerichtet», sagte US-Aussenamtssprecher John Kirby. «Die Angriffe richteten sich vielmehr sehr oft gegen Oppositionsgruppen, die eine bessere Zukunft für Syrien wollen. Und die nicht wollen, dass das Assad-Regime an der Macht bleibt.»

Russland hatte in der vergangenen Woche mit Luftangriffen in Syrien begonnen. Dies hatte heftige internationale Kritik ausgelöst. Während Moskau hinter Assad steht und dessen Streitkräfte mit den Angriffen unterstützt, unterstützt Washington die moderate Opposition. Die USA fliegen selbst auch Luftangriffe in dem Bürgerkriegsland, diese richten sich gegen den IS.

AFP/chk

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