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Russen gehen auf Piratenjagd

Nach der Entführung eines ukrainischen Frachtschiffs durch somalische Piraten schickt Russland ein Kriegsschiff ans Horn von Afrika.

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An Bord des Frachtschiffes sind auch drei russische Besatzungsmitglieder. Der Frachter hat laut dem ukrainischen Verteidigungsminister 33 russische T-72-Panzer geladen. Zudem befände sich auch «eine beträchtliche Menge Munition» an Bord, wurde Juri Jekhanurow übereinstimmend von mehreren russischen Nachrichtenagenturen zitiert.

Die russische Marine ging in ihrer Erklärung nicht direkt auf die Entführung des ukrainischen Schiffes ein. Russland schicke regelmässig Kriegsschiffe in piratengefährdete Regionen, um russische Bürger und Schiffe zu beschützen, sagte ein Sprecher. Das Patrouillenboot gehöre der russischen Ostseeflotte an und sei am Mittwoch auf den Weg geschickt worden.

An Bord des entführten Frachters befinden sich nach Angaben des ukrainischen Aussenministeriums 21 Personen. Der Kapitän habe berichtet, sein Schiff sei am Donnerstag von drei Booten mit bewaffneten Männern umringt worden.

In diesem Jahr hat es laut der Internationalen Seefahrtsbehörde (IMB) bereits über 60 Piratenangriffe vor Somalia gegeben, die meisten im Golf von Aden, der das Rote Meer mit dem Indischen Ozean verbindet. Derzeit halten Piraten dort 14 Schiffe mit über 300 Besatzungsmitgliedern in ihrer Gewalt. Der Golf von Aden ist eine der meistbefahrenen Schifffahrtstrassen der Welt - jährlich benutzen rund 20.000 Schiffe die Passage.

(AP)

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