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Regierung und Rebellen einigen sich auf Waffenstillstand für Homs

Seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges kämpfen Aufständische und Assad-Truppen erbittert um Homs. Kämpfer beider Seiten haben sich in der Stadt verschanzt. Sie sollen nun abziehen können.

Sollen sich zurückziehen können: Ein Kämpfer der Free Syrian Army schiesst aus einem Mauerloch. (24. Mai 2014)
Sollen sich zurückziehen können: Ein Kämpfer der Free Syrian Army schiesst aus einem Mauerloch. (24. Mai 2014)
Reuters
Hilfskonvois sind noch keine eingetroffen: Kinder wärmen sich in Homs an einem Feuer. (27. Januar 2014)
Hilfskonvois sind noch keine eingetroffen: Kinder wärmen sich in Homs an einem Feuer. (27. Januar 2014)
Reuters
Vor drei Jahren begannen in Homs die Proteste gegen das syrische Regime: Rebellen in der zerstörten Stadt.
Vor drei Jahren begannen in Homs die Proteste gegen das syrische Regime: Rebellen in der zerstörten Stadt.
Reuters
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In der schwer umkämpften syrischen Stadt Homs haben sich die Konfliktparteien offenbar auf einen Waffenstillstand verständigt. Das berichteten am Freitag syrische Aktivisten und der libanesische Fernsehsender «al-Manar», der Präsident Bashar al-Assad unterstützt.

Regierungstruppen und die Rebellen, die sich in der Altstadt von Homs verschanzt haben, hätten eine entsprechende Übereinkunft erzielt, hiess es. Aktivist Beibars Tilawi erklärte, wenn sich der Waffenstillstand als stabil erweise, könnten Hunderte Kämpfer die Stadt verlassen und in die Region nördlich der Stadt abziehen, die von Rebellen kontrolliert wird.

In Homs wird seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs im März 2011 ununterbrochen und erbittert gekämpft.

Dutzende Tote durch Autobombe

Zwei Autobombenanschläge haben derweil mindestens 18 Menschen in den Tod gerissen. Unter den Opfern sind elf Kinder, wie das staatliche Fernsehen berichtet. Die Sprengsätze detonierten am Morgen im Zentrum des Landes in den Dörfern Dschadreen und Humairi, die rund 20 Kilometer voneinander entfernt liegen. Zu den Taten bekannte sich bislang niemand.

Der Einsatz von Autobomben hat in dem blutigen Konflikt, der mittlerweile in sein viertes Jahr geht, stark zugenommen. Im März 2011 erhoben sich zunächst Rebellen gegen Präsident Bashar al-Assad, mittlerweile versinkt das Land in einem Bürgerkrieg, der schon mehr als 150'000 Menschen das Leben gekostet hat. Ein grosser Teil der Opfer sind Zivilisten.

33 Tote bei Luftangriffen

Auch in den vergangenen Tagen waren bei Kämpfen und Angriffen zahlreiche Menschen getötet worden, darunter viele Kinder. Bei einem Luftangriff auf die Stadt Aleppo wurden am Donnerstag nach Angaben der Opposition mindestens 33 Menschen getötet. Am Mittwoch waren dort bei einem Luftangriff auf eine Schule 20 Menschen getötet worden, darunter 17 Kinder. Aleppo ist seit bald zwei Jahren zwischen Rebellen und Regierungstruppen schwer umkämpft.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch verurteilte das Vorgehen der Truppen. Gezielte Angriffe auf Zivilisten seien einKriegsverbrechen, erklärte die Organisation und forderte den UN-Sicherheitsrat zum Handeln auf. Dieser müsse ein Waffenembargo gegen alle Gruppen verhängen, die systematisch die Menschenrechte verletzten, einschliesslich gegen die syrische Regierung.

SDA/kpn

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