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Rebellen im Kongo fordern einen Waffenstillstand

Im Osten des Kongo liefern sich Regierungstruppen und Aufständische heftige Gefechte. Nun haben die Rebellen die Demilitarisierung der Stadt Goma verlangt. Zudem suchen sie mit der Regierung das Gespräch.

Zehntausende sind aus einem Flüchtlingslager nahe der Kampfzone geflohen: Ein Mitglied der Rebellenbewegung M23 in der Nähe von Goma. (19. November 2012)
Zehntausende sind aus einem Flüchtlingslager nahe der Kampfzone geflohen: Ein Mitglied der Rebellenbewegung M23 in der Nähe von Goma. (19. November 2012)
AFP

Die Rebellen im Osten von Kongo-Kinshasa haben nach ihren jüngsten Erfolgen einen Waffenstillstand und Gespräche mit der Regierung gefordert. Die Rebellenbewegung M23 verlangt in einer Erklärung zudem eine Demilitarisierung der heftig umkämpften Stadt Goma im Nordosten des Landes.

Das berichtete Radio Okapi in der Hauptstadt Kinshasa. An den Verhandlungen sollen neben Regierung und M23 auch Oppositionsgruppen im Land und im Ausland sowie verschiedene zivile Organisationen beteiligt werden.

Zehntausende geflohen

Die Kämpfe zwischen M23 und Regierungs- sowie UNO-Friedenstruppen waren am Donnerstag ausgebrochen und am Wochenende eskaliert. «Die Front verläuft fünf bis sechs Kilometer von der Provinzhauptstadt Goma entfernt nahe der Stadt Kibati», sagte UNO-Sprecher Madnodje Mounoubai in Kinshasa telefonisch der Nachrichtenagentur DPA.

Zehntausende Menschen flohen aus einem Flüchtlingslager nahe der Kampfzone. Hilfsorganisationen begannen, ausländische Mitarbeiter ins benachbarte Ruanda zu bringen.

Kinder von Eltern getrennt

«Die Menschen konnten ausser Plastikplanen zum Schutz vor Regen nichts mitnehmen auf ihre Flucht in den Busch», erklärte der Kongo-Experte des Kinderhilfswerks World Vision, Ekkehard Forberg. «Sie sind dringend auf eine Feuerpause und Versorgung angewiesen. Insgesamt sind mehrere Zehntausend Menschen vor den Kämpfen geflüchtet.»

Viele Kinder seien in dem Chaos von ihren Eltern getrennt worden und irrten nun allein auf der Suche nach Hilfe umher. In Goma selbst sei das Leben nahezu zum Erliegen gekommen. Kaum jemand traue sich noch auf die Strasse.

SDA/wid

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