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Obama beginnt Besuch mit Familienessen

Dutzende von Verwandten hat der US-Präsident in Kenia. Zum Auftakt seiner Afrikareise traf er sie in einem Hotel.

Gute Beziehungen: Am letzten Tag seiner Afrikareise trifft US-Präsident Barack Obama die Kommissionsvorsitzende der Afrikanischen Union Dr. Nkosazana Dlamini-Zuma. (28. Juli 2015)
Gute Beziehungen: Am letzten Tag seiner Afrikareise trifft US-Präsident Barack Obama die Kommissionsvorsitzende der Afrikanischen Union Dr. Nkosazana Dlamini-Zuma. (28. Juli 2015)
Evan Vucci, Keystone
Eine Premiere: Obama spricht vor dem Plenum der Afrikanischen Union in Addis Abeba. (28. Juli 2015)
Eine Premiere: Obama spricht vor dem Plenum der Afrikanischen Union in Addis Abeba. (28. Juli 2015)
Jonathan Ernst, Reuters
... und eine Schweinemetzgerei.
... und eine Schweinemetzgerei.
Thomas Mukoya, Reuters
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US-Präsident Barack Obama hat seinen viertägigen Besuch in Ostafrika mit einem Abendessen im Kreis seiner kenianischen Familie begonnen. Noch am Abend seiner Ankunft empfing Obama Dutzende seiner Verwandten im Hotel in Nairobi.

Unter den Gästen waren Stiefgrossmutter Sarah Obama und Halbschwester Auma Obama, die ihn bereits am Flughafen der kenianischen Hauptstadt begrüsst hatte. Beim Essen sass der in Anzug und Krawatte gekleidete US-Präsident in der Mitte zweier langer Tafeln neben Stiefgrossmutter Sarah, der zweiten Ehefrau seines Grossvaters.

Die 89-Jährige ist mit dem US-Präsidenten zwar nicht blutsverwandt; Obama nennt sie dennoch «Oma» und hat sie in der Vergangenheit schon besucht. Alle Teilnehmer erschienen in festlicher Abendgarderobe.

Kein Besuch in Dorf des Vaters

Über das Wiedersehen Obamas mit seinen kenianischen Verwandten war seit Tagen spekuliert worden. Da Obamas verstorbener Vater aus dem Dorf Kogelo im Westen des Landes stammt, sehen viele Kenianer seinen Besuch auch als eine Art Rückkehr ihres «Sohnes». Ein Besuch in Kogelo ist aber nicht geplant.

Nach einer rund 17 Stunden langen Reise mit Tank-Stopp im deutschen Ramstein hatten ihn am Flughafen neben seiner Halbschwester auch Kenias Präsident Uhuru Kenyatta und der dortige US-Botschafter Robert Godec empfangen. Dort trug sich Obama in ein Gästebuch ein. Sowohl Kenia als auch Äthiopien begrüssen in diesen Tagen mit Obama erstmals einen amtierenden Präsidenten der USA.

Al-Shabaab auf der Agenda

Weit oben auf Obamas Agenda steht der Kampf gegen die Extremisten der aus Somalia stammenden Al-Shabaab-Miliz. Die Islamisten kämpfen am Horn von Afrika für einen sogenannten Gottesstaat, terrorisieren Christen sowie gemässigte Muslime und sind verantwortlich für mehrere schwere Anschläge in Kenia: 2013 hatten Kämpfer ein Einkaufszentrum in Nairobi überfallen, mindestens 67 Menschen starben. 2014 wurden mindestens 49 Menschen nahe der Ferieninsel Lamu getötet, im April 2015 griff Al-Shabaab die Universität in Garissa an und tötete 152 Menschen.

Nach der Visite in Kenia will Obama den Sitz der Afrikanischen Union in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba besuchen. Neben den Handelsbeziehungen dürften beim mehrtägigen Besuch auch Themen wie Demokratie, Menschenrechte, Armut und Sicherheit in der Region eine zentrale Rolle spielen.

Amnesty fordert Einsatz für Menschenrechte

Die Organisation Amnesty International forderte, dass Obama seinen Aufenthalt nutzt, um auf teils schwere Verstösse gegen Menschenrechte in beiden Ländern aufmerksam zu machen. So würden Vertreter der Zivilgesellschaft und Journalisten unabhängiger Medien immer noch eingeschüchtert und unterdrückt, teilten die Menschenrechtler mit.

Obama ist der erste Schwarze an der Spitze der USA. Sein Vater war kenianischer Gaststudent, er kehrte drei Jahre nach der Geburt seines Sohns auf Hawaii in seine Heimat Kenia zurück und starb dort im Jahr 1982 bei einem Autounfall.

SDA

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