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Netanyahu-Herausforderer erkennt Wahlniederlage an

Der Ex-Militärchef Benny Gantz räumt seine Niederlage ein. Das Ergebnis seines Mitte-Bündnis Blau-Weiss bezeichnet er als einen «beispiellosen historischen Erfolg».

Man habe den Wählern Hoffnung gegeben, sagt Benny Gantz. Foto: Keystone
Man habe den Wählern Hoffnung gegeben, sagt Benny Gantz. Foto: Keystone

Bei der Parlamentswahl in Israel hat das rechte Lager um Regierungschef Benjamin Netanyahu nach Auszählung fast aller Stimmen deutlich gewonnen. Das berichteten israelische Medien am Mittwoch.

Netanyahus rechtskonservativer Likud erhielt demnach 35 von 120 Mandaten, genau so viele wie das Oppositionsbündnis Blau-Weiss von Ex-Militärchef Benny Gantz. Netanyahus Lager rechter und religiöser Parteien kann aber mit einer Mehrheit von 65 der 120 Mandate rechnen. Daher ist davon auszugehen, dass der 69-Jährige erneut mit der Regierungsbildung beauftragt wird und zum fünften Mal Ministerpräsident wird.

Derzeit müssen nach Angaben der Nachrichtenseite «ynet» noch rund 200'000 Stimmen von Soldaten, Diplomaten, Häftlingen, Matrosen sowie Patienten in Spitälern ausgezählt werden. Das Endergebnis werde am Donnerstagabend oder Freitagmorgen vorliegen.

Regierungsbildung bis Ende Mai

Bis zum 23. April muss Präsident Rivlin entscheiden, wer den Auftrag zur Regierungsbildung erhält. Dies dürfte jedoch früher geschehen. Für diesen Tag ist die feierliche Eröffnungssitzung der 21. Knesset geplant.

Bis Ende Mai wird erwartet, dass die neuen Koalitionspartner ihren Vertrag unterzeichnen. Damit könnte bis Anfang Juni eine neue Regierung ihre Arbeit aufnehmen.

Gantz erkennt Wahlniederlage an

Sowohl Netanyahu als auch sein Herausforderer Gantz hatten noch in der Wahlnacht ihren Sieg erklärt. In seiner Siegesrede sprach Netanyahu von einem «unvorstellbaren Erfolg».

Gantz wollte sich am Mittwoch zuerst noch nicht geschlagen geben. Er schrieb nach Medienberichten Mitstreitern aus seiner Partei: «Es zeichnen sich zwar dunkle Wolken ab, aber nichts ist endgültig, Bewegungen sind noch möglich, und wir können noch politische Vorstösse unternehmen.»

Man habe den Wählern Hoffnung gegeben, und das Ergebnis von Blau-Weiss sei ein «beispielloser historischer Erfolg», schrieb er den Angaben zufolge. Am Mittwochabend dann räumte Gantz seine Niederlage ein. Er respektiere die Entscheidung des Volkes, erklärte er.

(AFP)

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